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5 / 10  

12 Stunden Angst

Durchschnittlicher Thriller von 1990.

Per Zufall beobachtet die Alleinstehende Carol Hunnicut (Anne Archer), wie der Verbrecherboss Leo Watts (Harris Yulin) einen Mord verübt. Daraufhin versteckt sie sich in einer Berghütte, wo sie der Staatsanwalt Robert Caulfield
(Gene Hackman) aufspürt. Just in diesem Moment kommen auch die Schläger der Mafia mit dem Hubschrauber dort an. Der Staatsanwalt flüchtet mit seiner Zeugin ins Tal, dicht verfolgt von ihren Widersachern, die die Frau ausschalten wollen. Die beiden Flüchtenden gelangen an Bord eines Langstreckenzuges, den auch die Verfolger noch knapp erwischen. Doch wo könnte man sich auf solch einem Zug schon verstecken?

Szenenbild aus 12 Stunden Angst

«Narrow Margin» ist nicht mehr die neuste Produktion, aber die meiste Zeit wirkt sich dies nicht auf den Film aus. Die simple Geschichte gibt eher zu Kritik Anlass. Sie startet gut, aber in der zweiten Filmhälfte kommt kaum Neues dazu und es schleichen sich mehrere Hänger ein. Da wussten andere Werke wie beispielsweise «Alarmstufe: Rot 2» mehr aus ihrem auf einem Zug spielenden Szenario herauszuholen. Ebenso hätte die Story zügiger vorangetrieben werden können.

Was «Narrow Margin» dann wiederum aufwertet, ist die Performance von Gene Hackman. Insbesondere seine humoristischen Einlagen gefallen mir, wenn er sich anderen Personen gegenüber dümmer darzustellen versucht, als er in Wirklichkeit ist, sowie seine übrigen trockenen Sprüche.

Szenenbild aus 12 Stunden Angst

Relativ kurz nach dem Filmstart wird eine Berghütte zu Klump geschossen, ein Helikopter verwandelt sich in einen Feuerball und die Gejagten brettern mit einer Karre den Abhang hinunter, quer durch den Wald. Recht lange diese Szene und Actionfans sind damit vorerst einmal zufrieden. Allerdings wird in der Folge kaum noch geschossen, verfolgt oder dergleichen. Zum Abschluss noch etwas Akrobatik auf dem Zugdach, aber mehr gibt es nicht zu sehen. Schlussendlich bin ich doch etwas enttäuscht, dass nach der beschriebenen, ausführlichen Actionszene nicht mehr viel folgt.

Fazit: Für Actionfans hält «Narrow Margin» nur wenig bereit, für Thrillerfans schon eher was. Aber leider folgt dem guten Start eine eher schwache zweite Filmhälfte mit mehreren Hängern, sodass fast nur noch Gene Hackman und der trockene Humor unterhalten und ich den Streifen trotzdem nicht weiterempfehle.

 
Originaltitel: Narrow Margin
Regie: Peter Hyams Februar 2011