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6 / 10  

2012

Bildgewaltiger, aber inhaltlich typischer Katastrophenfilm.

Der geschiedene Familienvater und erfolglose Romanautor Jackson Curtis
(John Cusack) unternimmt mit seinen Kindern Noah (Liam James) und Lilly (Morgan Lily) einen Ausflug in den Yellowstone Nationalpark. Dort stolpern sie in ein militärisches Sperrgebiet, welches mit den Vorbereitungen zu tun hat, die US-Präsident Wilson (Danny Glover) aufgrund des drohenden Weltuntergangs veranlasst hat. Dies ist natürlich streng geheim, doch dank dem skurrilen Verschwörungstheoretiker Charlie Frost (Woody Harrelson) bekommen die drei trotzdem Wind von der Sache. Zeit um diese Prognosen anzuzweifeln bleibt kaum, weil schon kurz darauf die ersten Naturkatastrophen über sie hereinbrechen. Jetzt gilt es möglichst schnell die Angehörigen zu suchen und in Sicherheit zu bringen, sofern sich überhaupt noch ein sicherer Ort finden lässt.

Szenenbild aus 2012

Inhaltlich gibt sich «2012» lustlos. Die Geschichte ist vorhersehbar und die Figuren werden stereotypisch gezeichnet. Tiefgang und Spannung fehlen daher gänzlich, was mich die Laufzeit erst recht als zu lang wahrnehmen lässt. Die Musik sowie die humoristischen Einlagen gefallen mir zwar, erreichen aber ebenfalls nur Standard.

Dafür punktet der Film durch seine hervorragende Visualisierung der Naturkatastrophen. Obwohl sich die Computeranimationen natürlich nicht kaschieren lassen, behaupten sich die Effekte durchwegs als State of the Art.

Szenenbild aus 2012

Was «2012» letztendlich sehenswert macht, ist die in befriedigender Menge vorhandene Katastrophenaction. Die Akteure werden durch allerlei Zerstörungsorgien geschickt. Dies mutet insgesamt an wie ein «Best of Roland Emmerich»-Album, denn von Wolkenkratzern, die wegen einer Erdplattenverschiebung wie Kartenhäuser zusammenbrechen, über Feuerinfernos bis hin zu gigantischen Flutwellen im Finale kommt fast jede vorstellbare Naturgewalt zum Zuge.

Fazit: Die grossartigen Effekte und die vielfältigen Katastrophen sorgen für hervorragende Schauwerte. Der Spass wird jedoch dadurch gelindert, dass sich dazwischen mehrere Hänger einschleichen, hauptsächlich der durchschaubaren Handlung und stereotypischen Figuren wegen.

 
Originaltitel: 2012
Regie: Roland Emmerich November 2010