Top-Quartett mit Anlaufschwierigkeiten.
John «Hannibal» Smith (Liam Neeson), Templeton «Faceman» Peck (Bradley Cooper), Bosco «B.A.» Baracus (Quinton «Rampage» Jones ) und Pilot Murdock (Sharlto Copley) bilden gemeinsam das A-Team. In der Nähe von Bagdad bemächtigen sie sich amerikanischer Geldprägeplatten, die einst gestohlen wurden. Anstatt zu Helden werden sie degradiert und eingesperrt, da sich die unbewilligte Rückholungsaktion als Falle erwiesen hat. Nach einem halben Jahr bricht das Team aus und macht sich auf, die Hintergründe der Verschwörung aufzudecken.
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Während des sehr langen Vorspanns werden uns die Mitglieder des A-Teams einzeln vorgestellt, wobei diese bereits zu kurzen Einsätzen gelangen. Somit verfügen auch Nichtkenner der Fernsehserie aus den 80ern (wie beispielsweise ich) über die allernötigsten Kenntnisse für den weiteren Verlauf. Gut kennen muss man die Serie, auf welcher der Film basiert, glücklicherweise nicht um die Handlung zu verstehen, denn kompliziert ist diese bei weitem nicht, im Gegenteil.
Der Einstieg offenbart sich als wenig packend und interessant. Ernsthaftigkeit, Anspruch und Realitätsnähe sind zu keinem Zeitpunkt auszumachen, was bis zuletzt so bleibt und einige Sprüche sind doch zu simpel und entlocken mir kaum ein Lächeln. Nach dem Trailer habe ich zwar bereits geschaltet, dass man sein Hirn besser an der Garderobe abgeben sollte, aber etwas mehr «Niveau» hätte ich dennoch erwartet. Zudem wird nicht mit Selbstlob gespart, trotz noch fehlendem Leistungsausweis gegenüber dem Zuschauer.
Der reichlich enthaltene Humor bleibt übrigens bis zuletzt eine zwiespältige Angelegenheit. Egal wie viele Sprüche die Superkämpfer klopfen, viele ziehen nicht. Einige Szenen sind jedoch tatsächlich recht witzig, beispielsweise wenn Murdock Post von einer gewissen «Annabelle Smith» erhält oder wenn die aufkommende 3D-Technik auf die Schippe genommen wird.
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Mit der Zeit gewöhne ich mich etwas an die genannten Eigenheiten und mit dem unfreiwilligen Knastbesuch der Haudrauf-Brüder erhält der Film tatsächlich so etwas wie eine Geschichte verpasst. Von da an geht es bergauf und je länger der Film dauert, desto besser gefällt er mir.
Die Schauspieler passen insgesamt gut in ihre Rollen, vor allem Liam Neeson als Hannibal und Bradley Cooper als Face. Einzig der trottelige Murdock stört mich mehr, als dass er mich amüsiert. Aber das soll wahrscheinlich so sein und ist daher nicht dem Schauspieler zuzuschreiben.
Wenige Male macht die heroische Musik auf sich aufmerksam, Blumentöpfe wird sie aber kaum gewinnen. Die Inszenierung ärgert stellenweise mit übertriebener Wackelkamera, ist aber ansonsten solide und präsentiert farbenfrohe Bilder. Jedenfalls hat Regisseur Joe Carnahan seine Sache insgesamt viel besser gemacht als beim enttäuschenden «Smokin’ Aces».
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Für die fehlende Spannung muss die Action entschädigen, was zumindest aus Sicht von Actionfans gut gelingt. Doch auch diesbezüglich ist Geduld gefordert, weil es vorerst nur kürzere Actionsequenzen gibt. Erst nach dem Ausbruch aus der Strafanstalt ergeben sich zwischendurch ausgiebigere Auseinandersetzungen. Die Abfolge der Actionszenen – seien sie nun kurz oder lang – ist erfreulich straff, sodass «Das A-Team» konstant unterhalten kann. Ein aussergewöhnliches Team hat selbstverständlich ebenso aussergewöhnliche Methoden und Ideen auf Lager. Somit gibt es einiges zu sehen, was man nicht alle Tage zu Gesicht bekommt. Dies unterstützt die ohnehin vorhandene Vielfalt, die aus Schiessereien, Sachschaden, einer Verfolgungsjagd und wenigen Explosionen besteht. Leider wird die Realitätsfremde für meinen Geschmack wiederholt zu stark strapaziert und zudem mildern mehrere offensichtliche Computeranimationen das Vergnügen. Trotz allem bleibt die Action und vor allem ihr regelmässiges Auftreten die grösste Stärke des Films.
Fazit: Es dauert seine Zeit, bis «Das A-Team» an Fahrt aufnimmt. Aber danach unterhält er dank sehr regelmässigen Actioneinlagen, zwar häufiger arg unrealistisch und computeranimiert, aber dennoch über die fehlende Spannung hinwegtröstend. Die vielen Sprüche sind mal gut, mal schlecht, die Ernsthaftigkeit und Realitätsnähe verabschiedet sich früh. Wer weiss, was ihn erwartet, kann damit trotzdem seinen Spass haben.
 | Originaltitel: The A-Team | |
| Regie: Joe Carnahan | August 2010 |