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City Wolf

Kurzkritik.

«A Better Tomorrow» soll die Geburtsstunde des Heroic Bloodshed sein, begründet von Actionmeister John Woo. Klar, dass ich mir den nicht entgehen lasse. Das Gesehene hat mich aber gar nicht überzeugt.

Schauspieler und Musik entsprechen den asiatischen Standards, die Inszenierung den damaligen technischen Verhältnissen. Will heissen: Unscharfe Bilder, was vor allem auffällt, wenn leuchtend weisse Farben neben dunkle Töne gestellt werden. Die Tonqualität ist ebenfalls mangelhaft. Zudem ärgert mich die völlig bescheuerte Titelgebung «City Wolf». Weshalb muss man einen derart coolen Filmnamen wie «A Better Tomorrow» unbedingt umbenennen und dadurch erniedrigen?

Szenenbild aus A Better Tomorrow

Action gibt es auch ein wenig. Und tatsächlich ist an ihr bereits der Woo-typische Heroic Bloodshed-Stil erkennbar. Allerdings sind die Actionsequenzen nur spärlich gesät, das Finale beim Hafen ist noch am ausgiebigsten, aber dennoch weit davon entfernt, ein Fest zu sein. Hauptsächlich kommen Schiesseisen zum Einsatz, oder wenn die Darsteller gerade keine solchen im Hosensack finden, müssen die Fäuste herhalten.

Insgesamt überhaupt kein Must See. Das Genre wie auch der Regisseur steckten bei «A Better Tomorrow» noch in ihren Anfängen und mussten zuerst experimentieren, um den Kinderschuhen zu entkommen. Noch weit weg von ausgereiften Actionballetten kommender Jahre.

 
Originaltitel: Ying hung boon sik
Regie: John Woo August 2010
 

Teile:
City Wolf
City Wolf II - Abrechnung auf Raten
Hexenkessel Saigon