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6 / 10  

Die Akte Jane

Jordan O’Neil (Demi Moore) rückt als erste Frau in das ultraharte Trainingscamp der Navy Seals ein. Dabei stösst sie auf Ablehnung und hat einen schweren Stand. Dank ihrer Entschlossenheit übersteht sie die Torturen je länger desto besser.

Die Geschichte ist nicht neu. Welche Entwicklungen dabei zustande kommen, überrascht nicht: Die Frau verschafft sich Respekt, ist besser als viele ihrer Kameraden und muss schlussendlich feststellen, dass es Leute gibt, die gar nicht wollen, dass sie die Ausbildung durchsteht.

Die Schauspieler sind gut, die Inszenierung ebenso. Bei der Filmmusik bin ich mit mir selber uneinig.
Grundsätzlich finde ich «Die Akte Jane» ganz unterhaltsam – ausser wenn der Film das Trainingsgelände verlässt. Von vielen wird er leider masslos unterschätzt und viel zu tief bewertet.
Aber sogar ich selber frage mich, ob ich den Film nicht noch höher bewerten soll. Ich lasse es aber bleiben… vielleicht, weil die Hauptperson eine Frau ist. Na ja: Eine Frau, die sich die Haare abrasiert und sich dann mitten ins qualvolle und schmerzhafte Trainingsgetümmel stürzt, das scheint mir dann doch irgendwo des Guten zu viel und zu unglaubwürdig.

Szenenbild aus Die Akte Jane

Als Actionszenen bezeichnen kann man die verschiedenen Ausbildungsetappen, die jeweils sehr ausführlich gezeigt werden. Das finde ich gut, denn sie sind das Unterhaltsamste des Films. Auf dem Programm stehen altbekannte Hindernisparcours, sinnlose aber höchst anstrengende Peinigungen mit der gesamten Gruppe und eine Übungsmission. Als krönender Abschluss wird die Truppe, wie könnte es auch anders sein, «gezwungenermassen» in einem Ernstfall eingesetzt.

Fazit: Trotz einiger Klischees und Schwächen ein über weite Teile unterhaltsamer Film, jedenfalls wenn man über Ersteres hinwegsehen kann. Fans von Filmen, die militärische Ausbildungscamps beleuchten, kommen nicht drum herum. Alle anderen verpassen nichts, dürfen sich «Die Akte Jane» aber gern anschauen, sollten sie trotzdem neugierig sein.

 
Originaltitel: G.I. Jane
Regie: Ridley Scott September 2009