Loading

Über diese Seite

5 / 10  

Alarmstufe: Rot

Wenn der Koch die Suppe versalzt.

Der erste Offizier (Gary Busey) der USS Missouri organisiert eine Überraschungs-Geburtstagsparty für den Kapitän. Dazu lässt er den verrückten William Stranix (Tommy Lee Jones) mit seiner Band einfliegen. Doch schon bald bringen die zwei mit ihren Männern das Kriegsschiff in ihre Gewalt, um an die dortigen Atomraketen zu gelangen. Per Zufall gerät der Schiffskoch Casey Ryback (Steven Seagal) nicht in Gefangenschaft und versucht nun als Einzelkämpfer den Schergen entgegen zu treten.

Szenenbild aus Alarmstufe: Rot

Wenngleich die Geschichte aus «Strib langsam» auf einem Kriegsschiff besteht, ist sie für einen Actionfilm interessant. Und natürlich finde ich es amüsant, dass es ausgerechnet der Koch sein darf, der sich gegen die Bösewichte auflehnt. Aber warum wird überhaupt erst ein hochdekorierter Navy Seal zum Koch umfunktioniert? Ich habe mich zwar längstens daran gewöhnt, dass man bei Actionfilmen keine Realitätsnähe und Logik erwarten darf, doch hier haben mich die Logiklöcher öfters gestört. Warum kann Ryback durch das halbe Schiff marschieren und dabei sogar Lärm verursachen, ohne dass ihm jemand begegnet bzw. jemand ihn hört? Warum kennt er jeden Winkel des Schiffs, jedes einzelne Rohr und Kabel und kennt sich mit allen Waffensystemen an Bord fantastisch gut aus?

Immerhin missfiel mir Hauptdarsteller Steven Seagal nicht so sehr wie auch schon. Unglaublich, wie viel Schrott dieser Mann schon auf die Leinwand gebracht hat… Bereits vor Filmbeginn hatte «Alarmstufe: Rot» deswegen schlechte Karten bei mir. Und vielleicht bewerte ich ihn auch fast nur deshalb durchschnittlich und tue dem Film damit ein wenig Unrecht. Denn der Rest kann sich sehen lassen, sowohl betreffend Inszenierung wie auch Schauspieler (Tommy Lee Jones habe ich zuerst gar nicht erkannt…).

Szenenbild aus Alarmstufe: Rot

Kurz nachdem das Szenario richtig startet, setzt auch die Action ein. Allerdings hält sie sich vorerst noch zurück; die Reibereien sind kurz und dürften gern häufiger auftreten. Mit Ausnahme einer etwas bleihaltigeren Schiesserei, bleiben sie auch in der Folge meistens kurz. Ryback haut zwar hin und wieder einem bösen Burschen den Schädel ein, aber meistens greift er ebenfalls auf Schiesseisen zurück. Gegen Ende überraschen mich dann noch mehrere schöne Explosionen positiv. Schlussendlich will ich mengenmässig nicht gross meckern, hätte das Ganze aber gern in etwas kompakterer Form gehabt anstatt zahlreiche Kurzsequenzen. Zudem hätten ein paar coole Sprüche hilfreich sein können.

Fazit: Bestimmt einer der besseren Seagal-Filme, was bereits bei der Story beginnt. Die Action dürfte gern früher einsetzen und in gebündelterer Form. Dennoch kann man sich «Alarmstufe: Rot» als Genrefan zwischendurch mal anschauen.

 
Originaltitel: Under Siege
Regie: Andrew Davis September 2010
 

Teile:
Alarmstufe: Rot
Alarmstufe: Rot 2