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7 / 10  

Assassins – Die Killer

Interessantes Duell zweier Auftragskiller.

Um sich definitiv aus dem Mordgeschäft zurückziehen zu können, benötigt der Auftragskiller Robert Rath (Sylvester Stallone) noch einen letzten, lukrativen Auftrag. Doch bevor er seine Zielperson ausschalten kann, wird diese bereits vom erfolgshungrigen Nachwuchstalent Miguel Bain (Antonio Banderas) eliminiert. Dieser legt es auf eine Konfrontation mit dem alteingesessenen Haudegen an, um die Nummer eins im Geschäft zu werden. Zudem muss Rath jetzt einen anderen Weg finden, das benötigte Pensionsgeld zu beschaffen.

Szenenbild aus Assassins – Die Killer

Dass ein junger Heisssporn einen routinierten Killer als Nummer eins der Auftragskiller ablösen will, ist nicht gerade neu. Allerdings wird «Assassins – Die Killer» diesem Szenario endlich mal gerecht, sowohl geschichtlich wie auch inszenatorisch.

Die Hauptdarsteller haben bei den Dreharbeiten offenbar ihren Spass gehabt. Antonio Banderas bringt den übermütigen Jüngling glaubhaft rüber, trotz oder vielleicht gerade wegen seines Overactings, und Sylvester Stallone beweist, dass er wenn nötig auch schauspielern kann anstatt nur grimmig drein zu blicken. Dass er unterwegs eine Frau aufgabelt, bremst den Film zum Glück nicht aus, wie es bei vielen anderen der Fall ist.
Musikalisch und optisch ist «Assassins – Die Killer» nichts anzuhaben. Regisseur Richard Donner weiss eben, was er tut. Vor allem aber zieht er den Plot sehr zügig durch und lässt so kaum eine Länge zu, stellenweise wird es sogar etwas spannend.

Szenenbild aus Assassins – Die Killer

Schon nach wenigen Minuten legt «Assassins – Die Killer» los wie die Feuerwehr, indem er die beiden Kontrahenten ein erstes Mal aufeinander los lässt. Eine Actionszene geht beinahe nahtlos in die nächste über und ich komme in den Genuss von Verfolgungsjagden, Täuschungsmanövern und mehreren Schusswechseln. Diese werden übrigens ausnahmslos mit schallgedämpften Waffen ausgetragen. Doch auch wenn es kaum hörbar knallt, kommen Genrefans auf ihre Kosten, denn wie gesagt steht jederzeit bereits der nächste Waffengebrauch ins Haus. Nach einer Stunde bester Unterhaltung lässt das Tempo leider nach und die zweite Filmhälfte wird nicht mehr derart von der Action dominiert. Aber es gibt sie schon noch in Form von gelegentlichen Pistolenduellen und wenigen Explosionen.

Zusammenfassend schaltet «Assassins – Die Killer» im zweiten Teil etwas arg zurück, denn die erste Filmhälfte ist actionreich, temporeich und unterhält bestens. Immerhin ist jederzeit das inszenatorische Können von Regisseur Richard Donner zu spüren und die Darsteller sind gut aufgelegt. Sehenswert.

 
Originaltitel: Assassins
Regie: Richard Donner Februar 2011