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Atemlos – Gefährliche Wahrheit

Auf einer Website, die Fotos von vermissten Kindern enthält, findet der Jugendliche Nathan Harper (Taylor Lautner) eines Tages ein Bild, auf dem er sich selbst wiederzuerkennen glaubt. Kurz nachdem er Kontakt mit dem Seitenbetreiber aufgenommen hat, klingeln zwei Männer bei ihm an der Haustür, die sich als Polizisten ausgeben. Seine Eltern werden umgebracht, das Haus fliegt in die Luft und zusammen mit dem Nachbarsmädchen Karen (Lily Collins) flieht Nathan. Ständig auf der Flucht versucht er herauszufinden, warum ihn plötzlich alle möglichen Leute tot sehen wollen und wem er überhaupt noch trauen kann.

Szenenbild aus Atemlos – Gefährliche Wahrheit

Mehr als eine halbe Stunde lässt sich «Atemlos» Zeit für seine Einleitung. Diese zeigt uns hauptsächlich pubertäre Teenie-Partys und das Familienleben sowie die Alltagsprobleme der Hauptfigur. Wirklich interessant ist das nicht und viel zu lang geraten, zumal wohl jeder bereits weiss, was später kommen wird (jedenfalls wer den Trailer gesehen hat). Und als der Thrillerplot dann endlich startet, flacht dieser bald darauf wieder ab. Zwischen den Actionsequenzen macht «Atemlos» eindeutig zu wenig her. Bild, Ton, Inszenierung und Schauspieler verharren auf Standardniveau. Zwar okay, aber eben auch nicht mehr. Demnach muss ich noch weiter auf ein John Singleton-Werk warten, welches wieder ungefähr an den guten «Vier Brüder» anknüpft.

Szenenbild aus Atemlos – Gefährliche Wahrheit

Der umstrittene und mir bisher unbekannte Taylor Lautner macht meines Erachtens eine überraschend gute Figur. Dass er mit «Atemlos» den Wandel zum Actionstar vollziehen kann, wage ich aber arg zu bezweifeln. Ob Teenies den Streifen mögen (geschätzte 95% aller Kinobesucher) kann ich nicht beurteilen, aber rein actiontechnisch gesehen, genügt der Film nicht, weil es schlichtweg zu wenig davon gibt. Die vorhandenen Szenen sind dafür das Beste am Film und unterhalten anständig. In Erinnerung bleiben am ehesten die Zweikämpfe und Schusswechsel, etwas weniger die Verfolgungsjagden zu Fuss.

Zusammenfassend ein recht lahmer Lautner-Einstand im Actiongenre mit einer halbwegs brauchbaren, aber wenig spannenden Geschichte, die ebenso standardgemäss umgesetzt wurde. Action dürfte es deutlich mehr geben, denn mit ihr kann «Atemlos» bei mir am ehesten punkten. Kann man getrost auslassen.

 
Originaltitel: Abduction
Regie: John Singleton November 2011