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5 / 10  

Auftrag Rache

Mel Gibson kehrt auf die Leinwand zurück. Mit bescheidenem Ergebnis.

Der einsame Detective Thomas Craven (Mel Gibson) erhält Besuch von seiner Tochter Emma (Bojana Novakovic). Diese zeigt alarmierende Krankheitssymptome, weshalb die beiden umgehend einen Arzt aufsuchen wollen. Doch kaum aus der Tür getreten, wird Emma von zwei bewaffneten Männern erschossen und stirbt in den Armen ihres Vaters. Zunächst vermutet alle Welt, dass es die Täter eigentlich auf Thomas Craven als Polizisten abgesehen hatten. Unterschiedliche Anzeichen lassen Craven aber daran zweifeln, sodass er beginnt, das Leben seiner Tochter und ihre Tätigkeit als Nuklear-Physikerin näher unter die Lupe zu nehmen.

Szenenbild aus Auftrag Rache

Natürlich erinnert die Geschichte an «96 Hours». Glücklicherweise handelt es sich aber nicht um einen billigen Abklatsch davon. «Auftrag Rache» konstruiert seine eigene Verschwörungsgeschichte, die bei mir durchaus auf Interesse stösst. Insgesamt zieht er gegenüber dem Paris-Actionreisser dennoch eindeutig den Kürzeren. Dies hat mehrere Gründe. Beispielsweise ist das Erzähltempo sehr gemächlich und steigert sich leider nur stellenweise. Eine gewisse Spannung ist zwar konstant vorhanden, aber auch sie steigert sich kaum. Mel Gibson gefällt mir als Schauspieler nicht besonders, macht in diesem Rache-Thriller aber eine gute Figur. Die Filmmusik und die Inszenierung sind in Ordnung, die wenigen humoristischen Einlagen erfrischend.

Szenenbild aus Auftrag Rache

Leider kommt der Film auch in Sachen Action lediglich mit einem Mindestmass aus. Action ist hier nicht die Hauptspeise, sondern eine würzige Beilage. Die Szenen sind gut über den ganzen Film verteilt, dafür aber stets von kurzer Dauer. Meistens geht es darum, dass Craven einige böswillige Verfolger abschütteln, verprügeln oder mit Hilfe von Blei loswerden muss. Dabei geht er schnörkellos vor und wenn Schüsse fallen, endet das regelmässig blutig.

Zusammenfassend empfinde ich «Auftrag Rache» als ganz nett, unterhaltsam und zum einmaligen Anschauen geeignet. Ein gemächlich voranschreitender Film, der sich mit fortschreitender Laufzeit gern noch hätte steigern dürfen.

 
Originaltitel: Edge Of Darkness
Regie: Martin Campbell April 2010