Actionkracher aus dem fernen Osten.
Tsui Chik (Jet Li) gehörte der Polizei-Eliteeinheit Squad 701 an, die mittlerweile aufgelöst wurde. Die Mitglieder dieser Einheit wurden durch einen medizinischen Eingriff schmerzunempfindlich gemacht, sodass sie bis zum Tod kämpfen können. Die übrigen Kampfmaschinen dieser Einheit, wollen nun den Drogenmarkt beherrschen, weshalb sie einen Mafiaboss Hongkongs nach dem anderen aus dem Weg schaffen. Tsui Chick verkleidet sich als «Black Mask» und stellt sich seinen früheren Kollegen entgegen.
Die Geschichte ist simpel und so dämlich wie kaum eine andere. Spannung kann also von Anfang an vergessen werden. Besonders die peinliche, kleine Maske taugt sicher nichts und gehört deshalb zum lächerlichsten, was mir bisher untergekommen ist.
Die Schauspielerleistungen bewerte ich als knapp genügend, die Musik ist mir nicht aufgefallen. Auf Humor wurde strikte verzichtet. Dennoch habe ich bei der einen oder anderen Szene ein wenig geschmunzelt, da der Film stellenweise durch unfreiwillige Komik «glänzt».
In «Black Mask» geht es hauptsächlich um Action, wovon reichlich vorhanden ist und die mich als einziges vollauf überzeugt. Ein Fest für Fans von Martial Arts. Bereits während dem Vorspann, der schon mal die Stossrichtung vorgibt, kracht es nebenbei gewaltig. Anschliessend erhält der Genrefan wenige nur ganz kurze Auseinandersetzungen aufgetischt, immerhin in angenehm kurzen Abständen. Dafür geht es dann in einer Art Lagerhaus sehr ausführlich zur Sache. In ungefähr diesem Rahmen fährt der Film fort, es gibt regelmässig unterschiedlich lange Actionsequenzen. Einzig in der Mitte des Films konnte ich eine kleine Durststrecke ausmachen.
Aufgrund der Actionmenge ist «Black Mask» sicher einer der besseren Filme aus dem fernen Osten und zudem äusserst kurzweilig (man beachte die kurze Laufzeit). Ich kann mir aber trotzdem nicht ganz vorstellen, dass «Black Mask» für Fans von Martial Arts so etwas ist wie das, was «Hard Boiled» für Fans von Schiessereien ist, denn der Film hat durchaus auch im Actionbereich kleine Schwachstellen. Bei der gebotenen Menge glaubte man offenbar sich einige innovative Elemente erlauben zu können, die aus meiner Sicht aber meistens ein Flop sind. So habe ich beispielsweise im Vorfeld davon gelesen, dass Laserwaffen eingesetzt würden. Glücklicherweise ist dies nur zwei- oder dreimal der Fall und jeweils nur ganz kurz. Die Choreographierung ist ebenfalls nicht perfekt, aber mindestens solide, jedenfalls wenn ich das Alter des Films und dessen Herkunftsland berücksichtige.
Die genannten Schwachpunkte gleicht «Black Mask» durch die Menge wieder etwas aus, denn es gibt wirklich ziemlich viel Action. Diese ist rasant und vielseitig sowie häufig blutig und brutal. Geboten werden nicht nur Kämpfe, sondern erfreulicherweise auch Schiessereien und ein paar Explosionen. Das Augenmerk liegt jedoch bei den Martial Arts-Kämpfen.
Fazit: Die Actionmenge stimmt, alles andere ist nicht der Rede wert. Die Geschichte gehört mitunter zum belanglosesten, was ich je gesehen habe. Für Actionfans ist «Black Mask» durchaus sehenswert, alle anderen sollten die Finger davon lassen.
 | Originaltitel: Hak hap | |
| Regie: Daniel Lee | Januar 2010 |