Klein, aber fein.
Auf einem Trip quer durch Amerika erleidet das Ehepaar Taylor (Kurt Russell, Kathrin Quinlan) mitten in der Wüste eine Autopanne. Ein Lastwagenfahrer kommt vorbei und kann Amy zum nächsten kleinen Imbisslokal mitnehmen, von wo aus sie telefonisch Hilfe anfordern will. Mittlerweile gelingt es Jeff, den Wagen selbst wieder in Gang zu bringen und er fährt hinterher. Kurz darauf muss er feststellen, dass seine Frau offenbar nie beim vereinbarten Lokal angekommen ist. Sie ist verschwunden. Glücklicherweise macht er den Lastwagenfahrer ausfindig, doch dieser behauptet frech, er kenne weder Jeff noch Amy. Weil die Polizei ebenfalls keine wirkliche Hilfe darstellt, bleibt Jeff allein im Nirgendwo stehen.
© Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.
Die Geschichte stellt für mich eine willkommene Abwechslung dar und ist in sich stimmig. Vor allem aber fängt der spätere «Terminator 3»-Regisseur Jonathan Mostow die Wüstenlandschaft schön ein und kitzelt aus der kleinen Anzahl Beteiligter ein Maximum an Spannung heraus. Gegen Ende wird natürlich absehbar, wohin das Ganze führt, aber die meiste Zeit über verfolge ich das relativ unvorhersehbare Geschehen mit grossem Interesse und fühle mich bestens unterhalten. Überzeugen können auch die Darsteller, allen voran Kurt Russell, dem ich den verzweifelten Ehemann voll und ganz abnehme. Der Thriller erweist sich als zu ernsthaft, als dass noch Raum für Humor bliebe und die Musik hält sich ebenfalls zurück.
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Als Thriller mit schätzungsweise kleinem Budget muss sich «Breakdown» komplett auf seine Story und Spannung verlassen, denn er kann nicht mit der grossen Kelle anrühren und blieb – vielleicht deshalb? – weitgehend unbekannt. Zwischendurch muss Jeff flüchten, es wird auf ihn geschossen und er setzt sein Auto in den Fluss. Während der zweiten Filmhälfte wendet sich das Blatt und Jeff macht Jagd auf seine Widersacher. Lastwagenakrobatik, Fäusteverteilen und kurze Schusswechsel finden ihren Platz. Ein wenig ausführlicher zur Sache geht es dann im Finale, welches aus einer Autoverfolgungsjagd und abschliessendem Endkampf auf einer Brücke besteht. Da werden schon mal von der Brücke aus Leute mit Lastwagen beworfen... kann eben passieren. Das grosse Actionfeuerwerk bleibt jedoch bis zuletzt aus, weil es nicht zum Film gepasst hätte.
Fazit: Das Kleinod «Breakdown» muss sich mit wenig zufrieden geben. Als Schauplatz fungiert die Wüste, nur wenige Schauspieler stehen zur Verfügung und ausgiebige Actionszenen liegen nicht drin. Dafür erzählt er seine aussichtsreiche Story auf überraschend spannende Weise und es gelingt ihm, einen soliden Unterhaltungswert zu entwickeln. Fein gemacht und daher ein lohnenswerter Zwischenhalt.
 | Originaltitel: Breakdown | |
| Regie: Jonathan Mostow | Dezember 2010 |