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3 / 10  

Gesetz der Strasse – Brooklyn's Finest

Schwacher Thriller trotz starker Besetzung.

Der Streifencop Eddie (Richard Gere) steht kurz vor seiner Pensionierung und muss sich wider Willen mit dem jungen Kollegen Melvin Panton (Logan Marshall-Green) abgeben. Sal (Ethan Hawke) hat währenddessen mit anderen Problemen zu kämpfen. Sein Einkommen als Polizist scheint zu gering um sich ein neues Haus kaufen zu können. Das wäre aber dringend nötig, denn das jetzige Heim mottet vor sich hin und verursacht starkes Asthma bei seiner Frau, die zudem Zwillinge erwartet. Aufgrund Geldnot überschreitet er immer mehr die Grenzen der Legalität. Im Quartier draussen schlägt sich derweil Tango (Don Cheadle) in einem Undercover-Einsatz durch. Doch langsam gerät auch er an seine psychische Belastbarkeitsgrenze und will aussteigen, was ihm sein Vorgesetzter (Will Patton) vorerst verwehrt. Er soll stattdessen den Drogendealer Caz
(Wesley Snipes) überführen, der gerade erst aus dem Knast raus ist und ihm einst das Leben rettete.

Szenenbild aus Brooklyn’s Finest

«Brooklyn’s Finest» erzählt die voneinander unabhängigen Geschichten mehrerer Männer, sowohl von Polizisten wie auch von Verbrechern. Daraus ergeben sich etwa drei unterschiedliche Handlungsstränge. Leider bleiben diese bis zum Schluss Einzelschicksale und haben selbst im Finale nur geringfügig miteinander zu tun. Ineinander hinein fliessen sie bis zuletzt nicht. Dies ist der Hauptgrund, weshalb mich der Film je länger desto mehr gelangweilt hat. Der Anfang war eigentlich ganz gut und viel versprechend, aber eben... Mit fortschreitender Laufzeit habe ich mir einfach nur noch den Abspann herbei gesehnt.

Dass Antoine Fuqua inszenieren kann, war mir bekannt, und der Cast spielt wirklich stark auf. Die treiben Kräfte hinter dem Film sind es schliesslich, die «Brooklyn’s Finest» vor dem endgültigen Absturz bewahren. Besonders gefallen hat mir Ethan Hawke, der nach «Das Ende» erneut einen verzweifelten Cop eindrucksvoll und glaubwürdig verkörpert.

Szenenbild aus Brooklyn’s Finest

Sowohl Witz wie auch Action sucht man indes vergebens. Ein paar Wohnungen werden von der Polizei gestürmt und gelegentlich jemand erschossen. Das war’s. Stets nur kurz, unspektakulär und daher realistisch.

Fazit: «Brooklyn’s Finest» hat mich überhaupt nicht gepackt, im Gegenteil. Die fehlende Verbindung der einzelnen Geschichten, das mal hier mal dort ein wenig, lässt mich die Spannung gänzlich vermissen. Langweilig, belanglos, actionarm. Da nützt auch brillantes Schauspiel nichts mehr.

 
Originaltitel: Brooklyn’s Finest
Regie: Antoine Fuqua September 2010