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3 / 10  

Crying Freeman – Der Sohn des Drachen

Soundtrack als grösste Spassbremse.

Als legendärer Freeman ist Yo (Mark Dacascos) für einen chinesischen Geheimbund tätig. Nur leider wollen ihm selbst ebenfalls manche Leute ans Leder und zudem begeht er den Fehler, dass er sich bei einem Auftragsmord von der einsamen Malerin Emu O'Hara (Julie Condra) beobachten lässt. Daraufhin bringt er es aber nicht über das Herz, die Zeugin auszuschalten. Stattdessen wagen die beiden eine Liebschaft miteinander anzufangen.

Die Geschichte um einen Profikiller, der es bei einem seiner Opfer nicht über das Herz bringt seinen Auftrag zu erfüllen, ist ein alter Hut. Auch im Übrigen ist die Story simpel, vorhersehbar und völlig spannungsfrei. Besonders genervt reagiere ich, wenn sich der eiskalte Killer von seinem Opfer zu einem Schäferstündchen verführen lässt, anstatt... solche und weitere Peinlichkeiten sind mir einfach zu dämlich.

Szenenbild aus Crying Freeman – Der Sohn des Drachen

Die Inszenierung schafft es leider nicht, diese Mängel zu überspielen. Zugegeben, die Kameraeinstellungen sind hübsch anzusehen, aber die Musik verfehlt meinen Geschmack völlig und verdirbt mir somit jeglichen Spass an der Sache. Fast so katastrophal wie bei «Ballistic: Ecks vs. Sever». Die Schauspieler finde ich ebenfalls eher schlecht als recht.

Zu Beginn und gegen Ende gibt es immerhin ein paar nette Actionszenen, bestehend aus Schiesserei, Nahkampf (im Finale auch mit Schwertern) und Explosionen. Im Mittelteil bleibt die Action aus, was den Unterhaltungswert sofort ins Bodenlose stürzen lässt.

Zusammenfassend ist es mir ein Rätsel, weshalb «Crying Freeman» bei der ofdb derart gute Bewertungen absahnt. Mir hat er überhaupt nicht gefallen. Die Action ist gut, aber zu wenig. Die Optik geht vollkommen in Ordnung, dafür verdirbt mir der schreckliche Soundtrack gewaltig das Vergnügen. Mir bleibt bedauerlicherweise nur zu sagen: Finger weg!

 
Originaltitel: Crying Freeman
Regie: Christophe Gans März 2011