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6 / 10  

Der Sturm

In Massachusetts leben viele Leute vom Fischfang. Die Fahrten auf hoher See dauern mehrere Wochen und bedeuten harte Arbeit und wenig Schlaf für die Mannschaft. Auch Billy Shatfort (Mark Wahlberg) ist Seemann auf der
«Andrea Gail», deren Kapitän Billy Tyne (George Clooney) in letzter Zeit eher karge Beute machte. Daher bricht er in weit entfernte Fanggebiete auf und hat dort tatsächlich mehr Erfolg. Während der Rückreise steuert das Schiff jedoch geradewegs mitten in einen gewaltigen Sturm hinein, wie ihn wohl noch nie jemand gesehen hat.

Weil das Unwetter erst in der zweiten Filmhälfte loslegen darf, widmet sich
«Der Sturm» zunächst seinen Figuren sowie dem Leben und Arbeiten auf dem Boot. Nichts für Weicheier, diese Jobs. Das Gezeigte interessiert mich aber nur halbwegs, denn im Grunde genommen wartet jeder (oder zumindest ich) nur darauf, dass der Sturm zu toben beginnt. Zudem ergeben sich keinerlei Überraschungen hinsichtlich der Geschichte, die somit im Schema «typisch Hollywood» dümpelt.

Szenenbild aus Der Sturm

George Clooney und Mark Wahlberg als abgehärtete Seemänner auf einem Fischerboot? Das will mir nicht recht zusammenpassen, aber mit der Zeit gewöhne ich mich daran.

In der zweiten Filmhälfte startet dann das erwartete Naturspektakel, eindrucksvoll umgesetzt und daher schön anzusehen. Der Zerstörung und dem allgemeinen Kampf gegen die Wassermassen wird äusserst ausführlich gefrönt, sodass man wirklich voll auf seine Kosten kommt, wenn man eine Art Katastrophenfilm erwartet. Deshalb bin ich zuletzt doch noch zufrieden.

Fazit: Nach verhaltenem Beginn entfaltet sich in der zweiten Filmhälfte tatsächlich «Der Sturm» in Form eines ausgiebigen Effekt- und Wasserspektakels. Unterhaltsam, aber genau genommen in mehrerlei Hinsicht durchschnittlich.

 
Originaltitel: The Perfect Storm
Regie: Wolfgang Petersen September 2010