Loading

Über diese Seite

4 / 10  

Drive Angry 3D – Fahr zur Hölle

Dumm und niveaulos bis zum geht nicht mehr.

Milton (Nicolas Cage) ist aus der Hölle ausgebrochen, um sich sein Baby zurückzuholen, welches vom Sektenführer Jonah King (Billy Burke) entführt wurde und von den Teufelsanbetern in der nächsten Vollmondnacht geopfert werden soll. Er trifft auf die Kellnerin Piper (Amber Heard) und die beiden befinden sich schon bald auf der Flucht vor der Polizei, der Sekte und dem geheimnisvollen «Buchmacher», der offensichtlich übermenschliche Kräfte besitzt.

Szenenbild aus Drive Angry 3D – Fahr zur Hölle

Dass es «Drive Angry» für nötig erachtet, sich mit allerlei satanistischen Motiven zu schmücken, halte ich für ein unvergleichliches Armutszeugnis. Zudem verabscheue ich solches aufgrund meines Glaubens grundsätzlich.
Doch «Drive Angry» treibt die Geschmacklosigkeit noch weiter, indem er unnötig viel nackte Haut zeigt und sich auch sonst als überaus pervers entlarvt. Die Glaubwürdigkeit fehlt fast zu jedem Zeitpunkt und während den Actionszenen geht es übermässig brutal und blutig zur Sache. Unübersehbar: Der Streifen ist dumm, richtig dumm!

Die Inszenierung kommt nicht über ein Mittelmass hinaus, wobei die gelegentlichen Spezialeffekte am schlechtesten abschneiden. Am ehesten gefallen mir der rockige Soundtrack und ein paar Einzelszenen. Die 3D-Spielereien bieten einige weitere Schauwerte, dürften aber gleichzeitig dafür verantwortlich sein, dass mehrere Einstellungen unscharf werden. Nicolas Cage kann (und will?) leider nicht das Beste seines Könnens auspacken und die Oneliner sind zwar nett, aber fast nur zu Beginn zahlreich vorhanden.

Szenenbild aus Drive Angry 3D – Fahr zur Hölle

Die Action setzt ebenfalls auf Extremität, will heissen viel Blut und Brutalität in Form von abgetrennten Körperteilen und ähnliches. Zwar zeugt dies von Konsequenz, aber letztlich finde ich es ebenso unnötig übertrieben wie der gesamte Rest. Trotzdem garantiert die hohe Anzahl Actionszenen für den wohl grössten Unterhaltungswert. Die Abwechslung stimmt ebenfalls gütig: Schiessereien, Prügeleien, Autoverfolgungsjagden, Explosionen.

Alles in allem könnte «Drive Angry» kaum niveauloser ausfallen. Da tröstet die regelmässige Action nur ansatzweise. Mein weiser Rat: Spart euch das Geld und wer’s dennoch wagen will, sollte auf weibliche Begleitung verzichten.

 
Originaltitel: Drive Angry 3D
Regie: Patrick Lussier Februar 2011