Jerry Shaw (Shia LaBeouf) ist ein einfacher Junge, dessen Alltag völlig unerwartet eine rasante Wende nimmt. Der Geldautomat hört nicht mehr auf Geldscheine auszuspucken und als er abends sein Zimmer betritt, lagern dort Unmengen von Waffen. Bevor er überhaupt weiss, wie ihm geschieht, befindet er sich auf der Flucht vor dem FBI. Eine mysteriöse Anruferin gibt ihm dabei Anweisungen, wie er sich verhalten soll, um seinen Verfolgern zu entkommen. Auf seiner Flucht stösst er mit Rachel (Michelle Monaghan) zusammen, die ebenfalls von der unbekannten Frau angerufen und zum Befolgen von deren Anweisungen gezwungen wurde.
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Der Film beginnt eher ruhig und zeigt den Tod von Jerry Shaws Bruder, dessen Beerdigung sowie familieninterne Streitigkeiten. Nach dem ersten Telefonat mit der geheimnisvollen Anruferin, macht «Eagle Eye» jedoch einen Senkrechtstart und die Ereignisse überschlagen sich. Dabei wird früh eine ansprechende Autoverfolgungsjagd mit viel Blechschaden gezeigt, die das Herz von Actionfans höher schlagen lässt. Mit dem horrend hohen Tempo legt sich der Film aber gleich selber ein kleines Ei. Denn die Fortsetzung ist zwar immer noch unterhaltsam, reicht aber in der Folge kaum mehr an die ersten 30 Minuten des Films heran.
Die Geschichte ist eigentlich ganz gut und erinnert aufgrund des Prinzips tu-was-die-Anruferin-sagt-oder-es-passiert-etwas-schlimmes stark an «Stirb langsam 3». Die dadurch erzeugte Spannung und Erwartungshaltung hat aber einen bedeutenden Nachteil, der meinem Gesamteindruck des Streifens eine starke Delle verpasst. Denn die Auflösung des Ganzen fällt sehr unspektakulär und zugegeben enttäuschend aus, sodass die Story schlussendlich – entgegen der zu Beginn geschürten Hoffnung – doch nur als durchschnittlich bezeichnet werden darf.
Die Schauspieler machen ihre Sache gut, allen voran natürlich Shia LaBeouf. Mit der Musik wird aber ein bisschen übertrieben, da sie fast allgegenwärtig ist.
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Nach dem tollen Start füttert «Eagle Eye» seine Zuschauer zwar regelmässig mit Actionszenen, die allerdings kurz gehalten sind. Wenn mehrere kurze Sequenzen nahtlos ineinander übergehen, entsteht dadurch der Eindruck, eine einzelne und lange Actionszene gesehen zu haben. Dies ist leider fast ausschliesslich am Anfang und gegen Schluss des Films so, weshalb dann auch der Anfang und der Schluss des Films den Actionsuchenden am meisten gefallen dürften. Zumindest bietet der Film deutlich mehr Action als andere Filme, die ich zuletzt im Kino gesehen habe, sodass Actionfans mit dem Gebotenen zufrieden sein können und unbedingt einen Blick auf das Werk werfen sollten. Gezeigt werden hauptsächlich Verfolgungsjagden per Fuss und Auto, wobei hin und wieder einige nette Ideen eingebracht werden, es aber im Gegenzug keine Schiessereien und Nahkämpfe gibt. Von Brutalität kann nicht die Rede sein, sie wäre auch fehl am Platz.
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Dank seinem flotten Erzähltempo und regelmässigen, aber teils eher kurzen Actioneinlagen ist «Eagle Eye» ein relativ anspruchsloser Actionthriller geworden, der einen positiven Gesamteindruck hinterlässt und über die gesamte Lauflänge bestens Unterhält. Empfehlenswert.
 | Originaltitel: Eagle Eye | |
| Regie: D. J. Caruso | September 2009 |