Solider Streifen aus der zweiten Liga.
Der Journalist Josh Pollack (Justin Timberlake) ist jung, ehrgeizig und möchte sich gern den Pulitzerpreis auf den Nachttisch stellen können. Daher versucht er seinen bodenständigen Chef Ashford (Morgan Freeman) und den Ermittler Wallace (Kevin Spacey) zu beeindrucken, als er in den Reihen der scheinbar unantastbaren F.R.A.T. Korruption und Mord vermutet. Dabei ist es gerade dieser Polizeieinheit zu verdanken, dass die aufstrebende Grossstadt Edison als sicher gilt. Doch Pollack findet tatsächlich einen Insider (LL Cool J), der auspacken will, gerät aber dadurch in das Visier der übrigen Mitglieder.
Die Story ist überraschend gut geraten, obwohl sie nicht viel Neues bietet, dafür Bekanntes gelungen miteinander verbindet. Dies ist auch nötig, denn ein Actionoverkill darf niemand erwarten. So unterhält mich «Edison» mit seiner Geschichte während der ganzen Laufzeit angemessen und zwischendurch kommt sogar ein wenig Spannung auf.
Die Darstellerleistungen sind genügend, aber besonders hervor sticht keiner, trotz der grossen Namen Spacey und Freeman. Mit Justin Timberlake bin ich indes zufrieden, da er ja eigentlich nicht Schauspieler ist. Weil des Weiteren auf Humor verzichtet wird und die Musik ebenfalls keine Glanzpunkte zu setzen vermag, ist der Unterhaltungswert vor allem der soliden Inszenierung zu verdanken, die häufig in düstere Bilder abdriftet und die Situationen einzelner Personen gekonnt spürbar macht.
Etwas Action fehlt natürlich nicht, obwohl die entsprechenden Szenen eher von kurzer Dauer sind, dafür gut über den Film hinweg verteilt. Bedrohungen und Prügeleien machen hierbei den grössten Teil aus. Nebst einem explodierenden Haus gibt es dann im Finale noch eine kurze Autoverfolgungsjagd und eine etwas ausgiebigere Schiesserei, die ich ziemlich gut fand. Zudem darf LL Cool J seine Gegner mit einer Waffe rösten, die nur selten in einem Actionfilm anzutreffen ist; einem Feuerwerfer. Somit ist die Action relativ abwechslungsreich, aber erst im Finale in ausgedehnter Form anzutreffen.
Fazit: Überraschend gutes B-Movie. Austauschbare Darsteller, befriedigende Geschichte, solide Inszenierung sowie ein verhältnismässig actionreiches Finale. Für einen netten Filmabend empfehle ich das Streifchen gern, aber für mehr als einen wird’s wohl trotzdem nicht reichen.
 | Originaltitel: Edison | |
| Regie: David J. Burke | Juli 2010 |