Gelungener Neustart.
Mittlerweile hält sich Dominic Toretto (Vin Diesel) in der Dominikanischen Republik auf, wo er zusammen mit seiner Freundin Letty (Michelle Rodriguez) Tanklaster überfällt und so mächtig Kohle abgreift. Aber das FBI ist nach wie vor hinter ihm her, sodass er sich eines Tages von seiner Geliebten distanziert, um diese zu schützen. Doch kurz darauf wird sie ermordet. Fortan ist Dominic darauf aus, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen, wozu er sich nach Los Angeles zurückwagt. Und dabei mitunter auf den FBI-Agenten Brian O’Connor (Paul Walker) trifft, mit dem ihn einen Teil seiner Vergangenheit verbindet.
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«Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile.» lässt sich als Art Reboot der Reihe betrachten. Allerdings ist der Titel auch etwas irreführend, weil es keine «Originalteile» gibt, sondern nur Anspielungen auf den ersten Teil. «Neues Modell» trifft es da viel besser, denn der vierte Teil schlägt eine neue Richtung ein und besitzt auch einen anderen Grundton, der mir persönlich besser gefällt.
Eine plausible Geschichte zu finden – eine recht schwierige Aufgabe – ist gelungen, denn die Handlung scheint durchdacht und weniger oberflächlich, obwohl sie für sich genommen nur knapp über dem Standard liegen mag. Zudem wage ich es «Fast & Furious» als die erste eigentliche Fortsetzung zu bezeichnen, weil der Film die beiden bisherigen Fortsetzungen ignoriert.
Vin Diesel und Paul Walker wurden wieder zusammen getrommelt, was den Streifen schon fast automatisch aufwertet. Die Inszenierung macht kaum mehr auf übertrieben cool, was mich sehr erleichtert, da ich mich jeweils daran gestört habe. Dem Zuschauer werden nicht mehr die Kurven möglichst vieler Frauen ins Gesicht gedrückt, der HipHop-Soundtrack wurde durch rockige Töne abgelöst und mit der Farbenpracht der fahrbaren Untersätze ist es grösstenteils vorbei. Der Atmosphäre wirkt ernsthafter und optisch macht «Fast & Furious» wirklich etwas her. Eine derartige Steigerung hätte ich Regisseur Justin Lin, der für die
«Tokyo Drift»-Gurke verantwortlich war, gar nicht zugetraut. Zu meiner Überraschung werden in der ersten halben Stunde sogar mehrere dramatische Momente eingestreut, die überraschenderweise gelingen. Dies hätte ich von «Fast & Furious» zuletzt erwartet.
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In Sachen Autoaction startet der Film so, wie sich das wohl die meisten erhoffen, indem er direkt einsteigt in eine Attacke von Torettos Truppe auf einen Tanklaster. Danach darf O’Connor einen Flüchtigen zu Fuss verfolgen, wobei das Schnittgewitter etwas gar überhand nimmt. Danach dauert es eine kurze Weile, bis das erste Autorennen durchstartet. Natürlich spielt die Realitätsnähe erneut keine Rolle, man(n) will halsbrecherische Autostunts sehen und davon gibt es nachfolgend noch weitere, wenn auch keinen Overkill. Insbesondere das Finale treibt das Adrenalin hoch und rundet den Film befriedigend ab.
Fazit: Die «Fast & Furious»-Reihe ist erwachsener geworden. Ernsthafter, zu Beginn sogar etwas dramatisch, weniger bunt, weniger Frauen, weniger HipHop. Wer genau das sehen will und mit den bisherigen Teilen entsprechend zufrieden war, mag darüber enttäuscht sein. Mir persönlich gefällt dieses neue Format viel besser.
 | Originaltitel: Fast & Furious | |
| Regie: Justin Lin | März 2011 |
Teile:
The Fast And The Furious
2 Fast 2 Furious
The Fast And The Furious: Tokyo Drift
Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile.
Fast & Furious Five