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8 / 10  

Fled – Flucht nach Plan

Amüsantes und unterhaltsames Recycling.

Der Hacker Mark Dodge (Stephen Baldwin) sitzt gerade seine Strafe ab und eines Tages gerät er während der Arbeit in einen Streit mit dem Häftling Charles Piper (Laurence Fishburne). Daraufhin werden die beiden Streithähne extra aneinandergekettet. Fast gleichzeitig verüben die übrigen Insassen eine Revolte, infolge dessen es den beiden «verbundenen» Sträflingen gelingt zu fliehen. Fortan sind den Flüchtigen nicht nur der Gesetzeshüter Matthew Gibson (Will Patton) und sein Gefolge auf den Fersen, sondern auch die Mafia, welcher Dodge aufgrund eines früheren Auftrags noch eine Diskette mit wichtigen Informationen schuldet.

Szenenbild aus Fled – Flucht nach Plan

Dass sich «Fled – Flucht nach Plan» grosszügig an «Auf der Flucht» und
«Auf der Jagd» bedient, verheimlicht er keineswegs, sondern spielt sogar mehrmals direkt darauf an. Mehr noch: Ich betrachte ihn als Hommage an seine Vorbilder und zu allem als ungefähr ebenbürtiges Filmvergnügen. Dies deshalb, weil «Fled – Flucht nach Plan» nicht mit Selbstironie geizt, sich stattdessen für humorvolle, luftig-leichte Feel-Good-Unterhaltung empfehlen will, was er vorbildlich zustande bringt. Allerdings kupfert er nicht nur ab, sondern baut eine eigene, überzeugende Storyline auf. Dazu gesellen sich ein befriedigend harmonierendes Buddy-Duo und die bodenständige Inszenierung, insgesamt ausreichend aber nichts Aussergewöhnliches. Nur die Frauengeschichte hätte einmal mehr nicht sein müssen.

Szenenbild aus Fled – Flucht nach Plan

Obendrauf rundet der Film seinen Mix mit einigen Actionszenen ab. Meistens eher kurz gehalten, aber gelungen und vielseitig. Nach dem Auftakt und Wettrennen quer durch Wald und Wasser, hat «Fled – Flucht nach Plan» gegen Filmmitte hin einen leichten Hänger, weil Action und Witz etwas nachlassen, was ich mit dem Wiedereinsetzen der Action rasch vergesse und mich an einem stylishen Schusswechsel und kleineren Scharmützeln erfreue sowie weiteren Verfolgungsjagden mit Autos und Motorrädern. Zum Schluss natürlich noch der obligatorische Faustkampf gegen den Bösewicht.

Schlussendlich ein stimmiger Mix aus bekannten Elementen, mit anständigen Actionszenen gewürzt und stets mit einem Augenzwinkern versehen. Ein Gute-Laune-Film, den ich gerne als Geheimtipp weiterverkaufe.

 
Originaltitel: Fled
Regie: Kevin Hooks Mai 2011