Agenten- und Actionfilme bekommen ihr Fett weg.
Maxwell Smart (Steve Carell) ist der beste Analytiker von Control, der geheimen US-Spionage-Organisation. Als das Verbrechersyndikat Kaos die Weltherrschaft übernehmen will, scheint Control zunächst machtlos, denn Kaos kennt die Identitäten aller aktiven Geheimagenten. Deshalb guckt auch der allseits beliebte Superagent 23 (Dwayne «The Rock» Johnson) in die Röhre und der Chef
(Alan Arkin) beruft widerwillig Maxwell Smart als Agent 86 in den Aussendienst, was sich dieser schon lange gewünscht hat. In Zusammenarbeit mit Agent 99 (Anne Hathaway), die sich einer Gesichtsoperation unterzogen hat und somit Kaos ebenfalls nicht bekannt ist, macht sich der unerfahrene Smart an Kaos ran.
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Bereits die Geschichte macht der Vielzahl von überraschungsarmen Agentenfilmen alle Ehre indem sie haufenweise Klischees auftischt, aber nie wirklich nervt, weil dies ganz bewusst geschieht. Leider schleichen sich trotzdem mehrere kurze Hänger ein, denn die hohe Kreativität fördert einige Szenen zu Tage, die nicht nötig gewesen wären (Tanzszene) oder gut und gern kürzer sein dürften (in Schweizer Sackmesser eingebaute Armbrust).
Die Inszenierung ist nichts spezielles, dafür sorgt die Musik von sich aus für eine lockere Grundstimmung. Diese wird ergänzt vom herrlich übertriebenen Schauspiel sämtlicher Darsteller, die hervorragend in ihre Rollen passen. Vor allem die wenigen Auftritte von Dwayne Johnson als bewunderter Liebling der Abteilung überraschen mich positiv.
Auf dieses Fundament baut «Get Smart» seine Witze auf, die bei mir grösstenteils ankommen, auch wenn nur wenige Schenkelklopfer dabei sind. Zwischen den Gagintervallen legt der Film immer mal wieder kurze Pausen ein, aber das stört mich nicht besonders, denn der Humor bleibt bei «Get Smart» die Hauptspeise. Für Spass ist demnach gesorgt, denn der Witz fällt nie ins Peinliche oder Geschmacklose ab.
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Die regelmässige Action bleibt natürlich nicht vor den Übertreibungen verschont, obwohl das Heldenpaar für meinen Geschmack manchmal etwas gar tollpatschig agiert. Die Actionszenen beinhalten jugendfreie Handgreiflichkeiten sowie wagemutige Aktionen der Agenten. Das Finale wartet mit einer recht spektakulären Verfolgung auf mit abschliessender Explosion und fällt auch ausführlicher aus als die übrigen Actioneinlagen, die eher von kurzer Dauer sind. Die Action reisst daher nicht das Ruder an sich, sonder fügt sich ins Gesamtbild ein.
Zusammenfassend hält «Get Smart» eine Menge Spass bereit, indem er Agenten- und Actionfilme gekonnt parodiert, was unter anderem vom hervorragend aufspielenden Darstellerensemble getragen wird. Zwischendurch bricht er der Anspruchslosigkeit und mangelnden Spannung wegen häufiger ein und haut wenige Male daneben, fängt sich aber bald wieder und verpasst dem Zuschauer eine weitere Salve Humor.
 | Originaltitel: Get Smart | |
| Regie: Peter Segal | Dezember 2010 |