Loading

Über diese Seite

8 / 10  

Green Zone

Ein weiterer Streich des Duos Damon & Greengrass.

Bagdad, März 2003: US-Army-Officer Roy Miller (Matt Damon) hat den Auftrag Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen zu finden. Doch in den verdächtigen Fabrikhallen findet er jeweils nichts und beginnt an den vermeintlich soliden Geheimdienstinformationen zu zweifeln. Alsbald er in Martin Brown (Brendan Gleeson) vom CIA einen Verbündeten sieht, beginnt Miller mit der Suche nach den stets fehlerhaften Informationsquellen.

Szenenbild aus Green Zone

Wenn Schauspieler Matt Damon und Regisseur Paul Greengrass gemeinsam einen Film drehen, erinnert dies auf den ersten Blick unweigerlich an die Filmserie rund um Jason Bourne. Bei «Green Zone» ist dem zum Glück nicht so, jedenfalls bei mir nicht. Dazu trägt bestimmt das Handlungsumfeld entscheidend bei. Die Pulverfassstimmung im Irak wird mit einer Geschichte von internen Machtspielen in den amerikanischen Reihen verflochten. Wie realitätsnah das Gezeigte ist, kann ich nicht beurteilen und ob die einbezogenen Kritikpunkte betreffend die amerikanische Kriegsführung tiefgründig genug behandelt werden, muss wohl jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden. Ich finde jedenfalls, dass sich der Film diesbezüglich etwas wagt.

Fest steht jedenfalls, dass mich «Green Zone» über die gesamte Lauflänge bestens unterhalten hat, und zwar auf derart konstantem und gutem Niveau, wie es schon seit längerem bei keinem Kinofilm mehr der Fall war. Schauspieler und Filmmusik sind gut gewählt, die Inszenierung ist insgesamt sehr ordentlich (auch wenn sich wie üblich einige über die Wackelkamera ärgern werden). Längen sind kaum auszumachen, da die Geschichte konsequent vorwärtsgetrieben und mit kleinen Actionbeilagen gewürzt wird.

Szenenbild aus Green Zone

Die Actionsequenzen sind leider nur kurz, lediglich im Finale geht es etwas ausgiebiger zur Sache. Nicht die Länge der Szenen, sondern deren Anzahl soll es richten, doch leider gibt es nach dem Einstieg nur wenige davon. Erst nach dem Mittelteil, setzt die Action wieder ein. Immerhin erhält während dieser Zeit die temporeiche Inszenierung mein Interesse aufrecht. Am häufigsten gibt es natürlich Schusswechsel und Häuserkampf, Explosionen und Nahkämpfe sind dagegen spärlich vorhanden.

Fazit: Der konstante und hohe Unterhaltungswert von «Green Zone» ist beachtlich und für mich ein weiteres Fähigkeitszeugnis für Schauspieler (Matt Damon) und Regie (Paul Greengrass). Ein Szenario während des Irakkriegs, gekonnt inszeniert und mit mehreren Actionsequenzen bestückt. Da lohnt sich der Kinobesuch!

 
Originaltitel: Green Zone
Regie: Paul Greengrass März 2010