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5 / 10  

I-Spy

Überraschungsarmer Agenten-Klamauk.

Der Geheimagent Alex Scott (Owen Wilson) wird wahrlich nicht als Held gehandelt. Dennoch erhält er den gefährlichen Auftrag, nach Budapest zu fliegen und dem Waffenhändler Arnold Gundars (Malcom McDowell) ein unsichtbares Flugzeug wieder abzuluchsen, welches dieser von der Regierung gestohlen hat. Dazu muss er aber allen inneren Widerständen zum Trotz mit dem ewig plappernden und sehr von sich selbst eingenommenen Boxchampion Kelly Robinson (Eddie Murphy) zusammenarbeiten.

Szenenbild aus I-Spy

Wenn die zwei Komödienspezialisten Eddie Murphy und Owen Wilson in «I-Spy» zusammenspannen, sind meine Erwartungen von Anfang an klar definiert. Und diese werden erfüllt: Ernsthaftigkeit und Anspruch gleich null, dafür Blödelspass und dumme Sprüche bis zum Abwinken.

Leider wirkt die Inszenierung stellenweise seicht. Zudem sind vereinzelte Hänger auszumachen, die jeweils durch darauf folgende Szenen wieder wettgemacht werden. Weil die Schauspieler ohnehin nicht zu der A-Klasse gehören und die Musik ebenfalls keine Glanzpunkte setzt, verdankt es «I-Spy» seinem grösstenteils unterhaltsamen Humor und mehreren gelungenen Szenen, dass er trotz allen Schwächen irgendwie funktioniert. Häufig nimmt das Agentengeplänkel die berühmten James Bond-Filme gewaltig auf die Schippe, was mehr als einmal hervorragend als Spassmacher hinhält. Einzig das unsichtbare Flugzeug scheint mir dann doch des Guten zuviel.

Szenenbild aus I-Spy

«I-Spy» offenbart sich als Komödie, bei welcher die Action im Hintergrund steht. Nach der kurzen Mission im Schnee zu Filmbeginn kommt es erst ungefähr zu Filmhälfte zu einer weiteren, dafür sehr langen Actionszene. Eine Abseilaktion eskaliert zu einer Verfolgungsjagd zu Fuss, Auto und Motorrad, ergänzt durch die schiesswütige Horde an Verfolgern und einem explodierenden Fahrzeug. Allzu viel darf jedoch im Anschluss wiederum nicht erwartet werden. Und selbstverständlich bleibt auch die Action nicht vor dem Klamauk und allerlei abgehobenen Aktionen verschont. Eddie Murphy-typisch eben.

Fazit: Eine weitere Blödelkomödie mit Actionelementen, die keine Bäume ausreisst und in der Massenware versinkt, dank der gelungenen Bond-Satire und haufenweise dummen Sprüchen von Plappermaul Eddie Murphy dennoch kurzweilig unterhalten kann. Für zwischendurch ganz okay.

 
Originaltitel: I Spy
Regie: Betty Thomas August 2010