Die Tochter eines US-Senators wird an ihrer Schule von einem Lehrer entführt, obwohl sie unter dem Schutz des Secret Service stand. Zusammen mit einer anderen Agentin macht sich Dr. Alex Cross (Morgan Freeman) auf die Suche nach dem Mädchen.
Copyright: Paramount Pictures
«Im Netz der Spinne» ist ganz sicher nicht der grosse Knüller, sondern lockere Unterhaltungskost. Unterhalten tut er dann auch über weite Teile, obwohl ihm ein höheres Erzähltempo gut getan hätte. Die intelligenten Schlüsse des Dr. Cross fand ich ganz interessant. Zudem ist das entführte Mädchen für einmal nicht so strohdumm und kindisch wie in anderen Filmen, sondern denkt mit. Morgan Freeman überzeugt, während die restlichen Schauspieler zumindest als genügend bezeichnet werden können.
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Der Film basiert offenbar auf einem Vorgänger namens «... denn zum Küssen sind sie da», den ich nicht kenne. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass dies hinderlich ist. Die Geschichte ist nämlich nicht besonders kompliziert, auch wenn sie gegen Ende hin einige erfreuliche Wendungen zustande bringt und dadurch das Tempo, die eher mässige Spannung und auch meine Bewertung noch steigerte.
Zu Beginn wird der Tod einer Agentin (Autounfall) gezeigt, wofür Dr. Cross mitverantwortlich war und seither von Schuldgefühlen geplagt wird. Diese Eröffnungssequenz soll wohl der Charakterzeichnung dienen und der Geschichte mehr Tiefe verleihen. Darauf hätten die Macher aber besser verzichtet, denn erstens käme der Film gut ohne zurecht und zweitens habe ich wahrscheinlich noch nie eine schlechter inszenierte Actionszene gesehen. Computeranimation pur. Da sind ja noch die Effekte in «xXx² – The Next Level» besser.
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Action sollte niemand erwarten. Die wenigen Male, die geschossen wird, wird auch auf Anhieb getroffen. Ein Schuss, ein Toter, so einfach ist das. Es handelt sich hier also wirklich mehr um einen Thriller als um einen Actionfilm. Gegen Ende hin kommt mehr Bewegung in die Sache, was dem Film gut tut, sodass er einen positiven letzten Eindruck erzeugen kann. Unter anderem gibt es noch ein Telefonspielchen à la «Stirb langsam 3».
Fazit: Kein Actionfilm, kein Reisser, sondern lockere Unterhaltung ohne grossen Anspruch. Für einmal fand ich es eine erfrischende Abwechslung. Aber eben auch nicht mehr…
 | Originaltitel: Along Came A Spider | |
| Regie: Lee Tamahori | September 2009 |