Durchzogener Science-Fiction-Blockbuster.
2035: Roboter haben sich längst als Helfer für alle Alltagssituationen in die Gesellschaft eingefügt. Als der Roboter-Entwickler Dr. Lanning ums Leben kommt, glaubt Detective Del Spooner (Will Smith) aber nicht an einen Selbstmord und macht stattdessen den offenbar defekten Roboter Sonny als Hauptverdächtigen aus. Er stand diesen Wesen seit jeher feindselig gegenüber und macht sich nun mit der fachkundigen Susan Calvin (Bridget Moynahan) daran, die neuste Roboter-Generation gründlich unter die Lupe zu nehmen.
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«I, Robot» setzt voll und ganz auf seine Blockbuster-Qualitäten, vernachlässigt dafür den Inhalt viel zu sehr. Die Ausgangslage und die erdachte Zukunftswelt wecken zu Beginn mein Interesse und könnten sogar eine Art Botschaft vermitteln wollen, aber nachfolgend trottet der Film überraschungsarm und äusserst konventionell durch seine Laufzeit. Stellenweise gar müssig. Immerhin schafft er es trotz allem irgendwie, ein Mindestmass an Unterhaltung aufrecht zu halten.
Inszenatorisch bewegt sich «I, Robot» auf hohem Niveau, sodass bereits die präsentierten Bilder sehenswert sind. Die Computeranimationen, insbesondere diejenigen der Roboter, sind meistens sehr gelungen. Doch so gut die Animationen auch sein mögen, es sind und bleiben welche und sind auch als solche zu erkennen, mal mehr mal weniger störend. Handgemacht ist eben immer noch besser! Zudem verliert das Zur-Schau-Tragen dieser Schauwerte mit der Zeit einen Teil seines Reizes. Für mich jedenfalls.
Hauptdarsteller Will Smith geniesst bei mir nicht den Status als Lieblingsschauspieler, aber insgesamt finde ich ihn ganz okay und er passt recht gut in die Rolle von Detective Spooner. Zudem darf er ein paar lustige Sprüche klopfen. Doch mit seiner schräg aufgesetzten Mütze sieht er störenderweise aus wie ein Halbschlauer. Übrigens habe ich so nebenbei entdeckt, dass Shia LaBeouf eine kleine Nebenrolle erhalten hat (damals war er noch unbekannt).
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Am Anfang macht Spooner zwei, drei Mal Jagd auf einen Roboter. Danach hält sich die Action zurück. Mit Ausnahme des ausgiebigen Finales kann ich mich an lediglich zwei weitere Actionszenen erinnern. Bei der einen wird ein Haus von einem grossen Roboter abgerissen, währenddem Spooner noch drin ist, was mir gefallen hat. Bei der anderen wird er in einem Autotunnel von einer ganzen Horde Robotern angegriffen, gegen die er sich mit Fahrkünsten, Fäusten und Kanone verteidigt. Dabei wurde jedoch arg mit dem PC nachgeholfen, sodass mein Spass an der Sache massiv getrübt wird. Dies gilt stellenweise auch für die kommenden kurzen Schusswechsel und Zweikämpfe, die das schadenreiche Finale bilden. Dennoch wertet der actionreiche Endspurt meinen durchzogenen Gesamteindruck auf.
Fazit: Nach dem gelungenen Start wird so ziemlich alles vorhersehbar. Inhaltlich schwach, dafür inszenatorisch top spult «I, Robot» sein Programm ab. Die nette Action steht im Hintergrund und nimmt erst gegen Ende den Bildschirm ein, wenngleich mich manchmal die offensichtlichen Computeranimationen stören. Weitgehend unterhaltsamer Blockbuster für solche, die Sci-Fi mögen.
 | Originaltitel: I, Robot | |
| Regie: Alex Proyas | September 2010 |