«Ip Man» hat es ein paar Jahre später deutlich besser hingekriegt.
Im Jahre 1880 wächst Huo Yuan Jia (Jet Li) in China auf. Obwohl ihm sein Vater (Collin Chou) das Kämpfen verbietet, übt er sich in Martial-Arts. Seine regelrechte Besessenheit macht ihn Jahre später tatsächlich zu einem hervorragenden und bekannten Kampfsportler. Gleichzeitig vernachlässigt er aber seine Familie und wird hochnäsig. Erst recht spät sieht er ein, dass er auch an seinen menschlichen Mankos arbeiten sollte.
Bild Pathé Films
«Fearless» widmet sich dem Leben eines Martial-Arts-Meisters. Die erste Filmhälfte tischt zwar mehrere Fights auf, doch das Drumherum lässt zu wünschen übrig. Die dargestellte Lebensgeschichte verläuft grösstenteils ohne Überraschungen und von Jet Li erwarte ich mehr, insbesondere die übertriebene Fröhlichkeit seiner Figur wirkt lächerlich und was lustig sein soll, ist es überhaupt nicht. Erst nach Filmmitte macht der Hauptcharakter mehr her. Diesen inhaltlichen Schwächen setzt «Fearless» das aufwändige Setting entgegen und auch musikalisch hat man sich Mühe gegeben.
Bild Pathé Films
Gekämpft wird hauptsächlich in der ersten Filmhälfte. Mann gegen Mann, mit und ohne Hilfsmittel. Einige Male glaube ich zu erkennen, dass mit Seilen getrickst wurde (oder was man sonst noch als inszenatorische Stützen verwendet). Dennoch sind die Kämpfe spektakulär und zweifellos die Höhepunkte des Films. Nur schade, dass es nach Filmhälfte nur noch zwei weitere Auseinandersetzungen zu sehen gibt.
Fazit: Mehrere spektakuläre Kämpfe prägen die erste Filmhälfte, dafür ist «Fearless» inhaltlich schwach. Die zweite Filmhälfte ist sozusagen das genaue Gegenteil. Dieser Unausgeglichenheit dürfte mein geteilter Gesamteindruck zu Grunde liegen. An der aufwändigen Machart gibt es hingegen nichts auszusetzen.
 | Originaltitel: Huo Yianjia | |
| Regie: Ronny Yu | März 2011 |