A man with no enemies is no man at all.
Der junge Milliardenerbe Largo Winch (Tomer Sisley) ist kein Geschäftsmann im eigentlichen Sinne und so beschliesst er, die Firma seines verstorbenen Vaters Nerio zu verkaufen und den Erlös in eine humanitäre Stiftung zu stecken. Ein betagter Freund seines Vaters, Alexandre Jung (Laurent Terzieff), soll ihr vorstehen. Der erfahrene Jung warnt Largo jedoch davor, dass er sich mächtige Feinde schaffe und tatsächlich taucht noch am selben Tag Interpol auf und Staatsanwältin Diane Francken (Sharon Stone) beschuldigt den verstorbenen Nerio, einen burmesischen General für einen Völkermord bezahlt zu haben. Largo seinerseits war zur besagten Zeit ebenfalls in Burma und wird sogleich der Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt.
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Die Geschichte schlägt nicht mehr derart viele Haken wie in Teil eins, was ich durchaus begrüsse, und gleichzeitig hätte sie doch gerade im Mittelteil mehr hergeben müssen, denn mit der Spannung will es bei «Largo Winch 2» nach gelungenem Auftakt leider nicht mehr richtig klappen. Aber klar, insgesamt passiert so einiges und die Geschichte ist wieder überdurchschnittlich gut, sodass man sich als Filmfan nicht beklagen kann. Rückblenden gibt es diesmal nur noch wenige, dafür zahlreiche Schauplatzwechsel, was nicht immer reibungslos klappt und der Urwald in Burma gefällt mir als Schauplatz nicht wirklich. Dies hat jedoch mit persönlichen Vorlieben zu tun und keineswegs mit der Inszenierung, denn sowohl die Natur wie auch die restlichen Schauplätze wurden vom Filmteam erneut sehr schön eingefangen. Optisch schick und mit Standard-Soundtrack zählt die Machart zum zweiten Mal zu den Pluspunkten des Werks. Ebenso überzeugen mich die Darsteller.
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Im Vergleich zum Vorgänger gibt es in «Largo Winch 2» mehr Action, wiederum gut über die Laufzeit verteilt und ansprechend inszeniert. Gerade dann, wenn ich meine, der Film werde schwächer, kann die nächste Szene den Gesamteindruck wieder aufwerten. Es beginnt mit einer Autoverfolgungsjagd, die leider durch übermässiges Blabla zu stark zersetzt wird, aber mit spektakulären Crashs endet. Etwas überraschend der Kampf im freien Fall nach dem Sprung aus dem Flugzeug (mit noch nicht gezogenem Fallschirm). Die meisten Actionszenen spielen in der Wildnis Burmas; Flucht zu Fuss, Explosionen, etwas Schiesserei, vor allem aber Nahkampf. Besonders in Erinnerung bleibt mir ein Kampf in einem Hotelzimmer und dem angrenzenden Bad. Da «Largo Winch 2» mehr als Thriller konzipiert ist, dauern die Actionszenen nicht minutenlang, und dennoch darf man als Genrefan zufrieden sein.
Fazit: Einzig die Spannung kann «Largo Winch 2» nicht halten und den Urwald finde ich eine unpassendere und weniger attraktive Kulisse als den Grossstadtdschungel, aber ansonsten ist auch der zweite Teil rund um den jungen Milliardenerben vollends gelungen. Eine gute Geschichte in schönen Bildern und mit regelmässigen Actionhäppchen, die sich allen empfiehlt, denen bereits der Erstling gefallen hat.
 | Originaltitel: Largo Winch (Tome 2) | |
| Regie: Jérôme Salle | Januar 2012 |
Teile:
Largo Winch – Tödliches Erbe
Largo Winch II – Die Burma Verschwörung