Loading

Über diese Seite

8 / 10  

Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf

Gelungener Abschluss der Reihe.

Die Chaos-Polizisten Roger Murtaugh (Danny Glover) und Martin Riggs
(Mel Gibson) wollen sich fortan etwas zurückhalten, weil sie bald Vater bzw. Grossvater werden. Wie üblich währt die Ruhe nicht lange. Auf einem Frachter entdecken die beiden eine Vielzahl illegaler, chinesischer Einwanderer und bei den folgenden Ermittlungen soll sie ausgerechnet ein übereifriger Neuling unterstützen, Detective Lee Butters (Chris Rock), welcher seltsamerweise Roger zu beeindrucken versucht. Zudem steht den verdächtigten Triaden mit Wah Sing Ku (Jet Li) ein neuer, gefährlicher Handlanger zur Seite.

Szenenbild aus Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf

«Lethal Weapon 4» bleibt dem Erfolgsrezept der Reihe in allen Punkten treu. Dementsprechend dient die Geschichte lediglich zum Aneinanderreihen der zahlreichen Gags und Actionszenen, hält aber überraschenderweise auch ein paar wenige dramatische Sekunden bereit.

Aber klar, hauptsächlich geht es «Lethal Weapon 4» wieder darum, dass das eigensinnige Cop-Duo nach wie vor «nicht zu alt für den Scheiss» ist. Die Gagdichte ist etwa gleich hoch wie bei Teil drei; weil der Film ein spassiges Unterfangen sein soll, gibt es viel zu lachen. Ich persönlich bedaure, dass Leo’s Auftritte auf ein Minimum reduziert wurden, die mir doch bei «Lethal Weapon 3» so gut gefielen. Stattdessen kommt Chris Rock zum Zug, der mich diesmal grausam nervt, anstatt lustig zu sein. Zudem habe ich das Gefühl, der Humor lasse vor dem Finale plötzlich nach und «Lethal Weapon 4» breche etwas ein.

Der Inszenierung merkt man die enorme Erfahrung der Filmcrew an, obwohl sich die Bilder meistens nicht hervortun und die Musik ohnehin dieselbe geblieben ist. Ebenso überzeugen die Darsteller. Insbesondere der ernste Jet Li überrascht mich positiv, trotz kärglicher Leinwandzeit.

Szenenbild aus Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf

Die Action betreffend macht «Lethal Weapon 4» nochmals einen Sprung vorwärts. Noch aufwändiger und bombastischer lautet die Devise, welche den sowieso schon hohen Unterhaltungswert zusätzlich steigert. Gleich zu Beginn wird allerlei Zeugs abgebrannt oder in die Luft gejagt, unter anderem ein ganzer Tanklaster. Auch danach gibt es Augenfutter in befriedigendem Ausmass. Kämpfe, Schiessereien, viel Sachschaden, Explosionen, Verfolgungsjagden. Ein sehr abwechslungsreiches Angebot und teilweise mit etwas Innovation versehen. Wirklich lobenswert. Nur Jet Li kann nicht recht zeigen, was er eigentlich drauf hätte, weil es der Gegenseite an Martial-Arts-Künstlern fehlt und mit dem Schlusskampf will ich irgendwie nicht recht zufrieden sein.

Alles in allem kombiniert «Lethal Weapon 4» beinahe perfekt alles, was einen «Lethal Weapon»-Film ausmacht. Viel Humor und gute Action garantieren für die Unterhaltung und erfüllen damit meine gestellten Anforderungen.

 
Originaltitel: Lethal Weapon 4
Regie: Richard Donner Juni 2011
 

Teile:
Zwei stahlharte Profis – Lethal Weapon
Lethal Weapon 2 - Brennpunkt L. A.
Lethal Weapon 3 - Die Profis sind zurück
Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf