Bitte zu Hause nicht nachmachen.
Ehemals Polizist, jetzt im Gefängnis. Nick Cassidy (Sam Worthington) stritt stets ab, dem Schwerreichen David Englander (Ed Harris) einen millionenschweren Klunker gestohlen zu haben. Nun gelang Nick die Flucht und wenige Tage später steht er in New York im 21. Stock des Roosevelt Hotels auf dem Fenstersims und droht, sich hinunterzustürzen oder endlich seine Unschuld beweisen zu können und als freier Mann wieder den Sims zu verlassen. Dazu hat er mit seinem Bruder Joey (Jamie Bell) und dessen Freundin einen Plan entworfen und der Vermittlerin Lydia Mercer (Elizabeth Banks) kommt der angebliche Selbstmörder tatsächlich schon bald merkwürdig vor und sie beginnt zu ahnen, dass es noch um mehr geht.
Im Verleih von Ascot Elite
Dass «Man On A Ledge» der Ideenlosigkeit und sehr geringen Risikofreudigkeit Hollywoods etwas entgegenzusetzen hat, darf man ihm attestieren und auch insgesamt mit der Geschichte zufrieden sein, wenngleich die Realitätsnähe einmal mehr angezweifelt werden kann. Einigen wird auffallen, dass die Geschichte mehrere Parallelen zu «The Negotiator» aufweist, was ich aber zu verkraften mochte, da es sich trotzdem nicht um eine Kopie davon handelt.
Mit der Inszenierung und der Spannung bin ich zufrieden, obwohl sie nie die Intensität und das Knistern des soeben genannten Referenz-Thrillers erreichen; die Schauspieler sind gut, erreichen aber nie dieselbe Brillanz.
Im Verleih von Ascot Elite
Zu Beginn gibt es eine kurze Autoverfolgungsjagd mit abschliessendem Crash zu sehen, danach konzentriert sich «Man On A Ledge» auf die Ereignisse auf dem Fenstersims und den nebenher laufenden Einbruch, bei dem auch mal geklettert wird, aber Action im eigentlichen Sinne gibt es kaum. Erst gegen Schluss wird zu Fuss geflüchtet und verfolgt und dann gehören natürlich die bösen Buben mit wenigen Faustschlägen oder Schüssen festgenagelt. Die sich überschlagenden Ereignisse der letzten schätzungsweise zwanzig bis dreissig Minuten vermögen «Man On A Ledge» und dem bisher konstanten, aber nur knapp überdurchschnittlichen Unterhaltungswert ungeheuren Aufwind zu verleihen.
Summa summarum ein recht unterhaltsamer, teilweise sogar spannender Thriller mit guter Geschichte. Insbesondere der Schlussspurt hinterlässt bei mir einen bleibenden Eindruck. Ob’s aber für die DVD-Sammlung reicht, wird sich später noch zeigen.
 | Originaltitel: Man On A Ledge | |
| Regie: Asger Leth | Januar 2012 |