Ein Klassiker, der meinen Geschmack überhaupt nicht trifft.
Schon lange sind Trinity (Carrie-Anne Moss) und Morpheus (Laurence Fishburne) auf der Suche nach dem «Auserwählten». Mit Neo (Keanu Reeves) glauben sie ihn gefunden zu haben. Nur der Auserwählte könnte es schaffen, die Matrix zu zerstören. Bei dieser handelt es sich um die Welt, in der wir leben und die wir als real empfinden. Die wirkliche Welt ist jedoch eine andere und Neo muss mithilfe der seltsamen Zeitgenossen versuchen aus ihr auszubrechen. Dabei entdeckt er auch ungeahnte, übermenschliche Kräfte. Allerdings vorerst nur bei den Gegenspielern, den «Agenten».
Schon nur die Geschichte hört sich seltsam an. Und genauso ist der gesamte Film eine Sache für sich. Entweder der Stil gefällt einem oder er gefällt einem nicht. Bei mir ist leider Letzteres der Fall, weshalb ich «Matrix» als völlig überschätzt einstufe. Jeder, der anderer Meinung ist, sollte sich der Eigenheit und der dadurch entstehenden unterschiedlichen Meinungen bewusst sein und sie verstehen.
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Insgesamt ist mir der Film zu sehr Science-Fiction, zu sehr abgehoben. Das mag ich nun mal nicht. Dabei hätte dieser Klassiker durchaus seine Stärken vorzuweisen. Die Schauspieler machen ihre Sache gut und erlangten dank «Matrix» viel grössere Berühmtheit als bisher. Weiter schätze auch ich die legendäre Bullet Time-Szene, die diesen Spezialeffekt seither fest zum Genre gehören lässt.
Gegen Ende hin kracht es in hübscher Optik, obwohl mir der Stil auch in Sachen Action weniger zusagte. Zudem ist die meiste Action im Finale angesiedelt. Meistens wird auf Nahkämpfe und Verfolgungen auf Schusters Rappen gesetzt.
Was den Vogel schliesslich definitiv abschiesst, sind die «typisch Hollywood»-Elemente, die mich wirklich sehr störten. Als Actionfan musste ich gezwungenermassen lernen, über vieles hinwegzusehen, aber wenn Trinity im Finale so etwas sagt wie «Die heilige Dingsda hat mir gesagt, dass ich mich in einen Mann verlieben werde, welcher der Auserwählte sein wird. Neo, du kannst also nicht tot sein. Steh auf und kämpf weiter» dann ist das auch für mich des Guten zuviel. Und Morpheus setzt gleich noch einen drauf mit «Es funktioniert. Er glaubt an sich.» Anschliessend rappelt sich Neo heroisch wieder auf, springt über seinen Schatten und... na ja, das Übliche eben. Wie kann man (bitte entschuldigt die Ausdrucksweise) selbstverschuldet ein derart aufwendiges Finale nur so versauen? Jammerschade.
Zusammenfassend ist «Matrix» eine prekäre Angelegenheit. Ich fand ihn schlecht: Wenig Action, zu viel Science-Fiction, zu viel Hollywood-Kitsch.
 | Originaltitel: The Matrix | |
| Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski | September 2009 |
Teile:
Matrix
Matrix Reloaded
Matrix Revolutions