Visuell brillant, inhaltlich je länger desto weniger interessant.
Von Rachegedanken getrieben sucht Polizist Max Payne (Mark Wahlberg) nach den Einbrechern, die in seinem eigenen Haus seine Frau und sein Baby getötet haben. Während seinen Recherchen lernt er eine junge Frau (Olga Kurylenko) mit Kontakten zur Drogenszene kennen. Als diese noch in derselben Nacht ihrer Erstbegegnung umgebracht wird, gehört Max Payne zu den Tatverdächtigen. Als kurz darauf sein ehemaliger Partner Alex Balder (Donal Logue) stirbt, steht er sogar doppelt als Verdächtiger da. Gezwungenermassen intensiviert der angeschwärzte Polizist seine Ermittlungen, die ihn geradewegs zum Pharmakonzern führen, für den seine Frau einst tätig war.
© Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.
Unbestritten wartet «Max Payne» mit einer grandiosen Optik auf, was sich insbesondere an den fast durchwegs düsteren Bildern und mehreren Aufnahmen in Zeitlupe zeigt. Dafür wird mir die grundsätzlich wenig komplexe Handlung etwas zu langsam erzählt, jedenfalls von dem Moment an, als ich die Zusammenhänge zu erahnen glaube. Vor Filmbeginn habe ich befürchtet, dass mich die bedrohlichen Monstervögel mächtig ärgern werden, was sich zum Glück nicht bewahrheitet. Sie tauchen nur selten auf und deren Existenz wird plausibel begründet.
Spannungsbögen kommen nur wenige zustande und auf Humor wird von Anfang an verzichtet. So unterhalten hauptsächlich der augenfällige Mark Wahlberg und das Visuelle in akzeptablem Rahmen.
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Die Action lässt sehr lange auf sich warten. Sie ist zwar ansprechend, aber es gibt zu wenig davon. Tatsächlich verzeichne ich nur drei Actionszenen, die sich allesamt gegen Ende des Films einfinden. Hauptsächlich wird geschossen, dafür nur wenig gekämpft und verfolgt. Am eindrücklichsten präsentiert sich die Schiesserei im Hochhaus, als Payne einer ganzen Horde Gegner mit Maschinengewehren gegenübersteht. Wenn kurz vor Filmende die Monstervögel erneut erscheinen, gibt es zudem massenhaft CGI zu sehen.
Fazit: Der gute Hauptdarsteller und die beeindruckende Optik halten «Max Payne» über Wasser. Inhaltlich schwächelt er bald einmal, was durch die lange Zeit ausbleibende Action begünstigt wird. Spätestens nach der Handlungsauflösung wirkt die Geschichte gar müssig erzählt. Kann man sich sparen.
 | Originaltitel: Max Payne | |
| Regie: John Moore | Oktober 2010 |