Solider Thriller.
Der amerikanische Geheimdienst will seinen neusten Verschlüsselungscode testen, indem er diesen in eine Rätselzeitschrift setzt. Niemand hätte damit gerechnet, dass jemand den Code knackt, doch genau das gelingt dem neunjährigen, autistischen Simon (Miko Hughes). Daraufhin erlässt Abteilungsleiter Nicholas Kudrow (Alec Baldwin) den Befehl, den Jungen aus dem Weg zu schaffen, doch Simon entkommt. Weil das FBI von diesen Ereignissen keine Kenntnis hat, schickt es den Agenten Art Jeffries (Bruce Willis) auf die Suche nach dem verschwundenen Kind. Als Jeffries den begabten Jungen tatsächlich findet, beschützt er ihn und versucht herauszufinden, wer Simon umbringen will und aus welchem Grund.
Copyright: Universal Pictures
Der Plot weist einige Logiklöcher auf. Zwar finde ich die Grundidee gar nicht mal schlecht, aber die Frage stellt sich dennoch, warum die NSA einfach so einen aktuell verwendeten Geheimcode in eine öffentliche Zeitschrift setzt. Daher ist es mitunter der Story zu verschulden, dass «Das Mercury Puzzle» seine zeitweise vorhandene Spannung nicht durchwegs halten kann.
Dafür beweisen die Castingverantwortlichen ein feines Händchen. Wie so oft gefällt mir Bruce Willis sehr gut und vor allem der begehrte Junge (Miko Hughes) überrascht in seiner herausfordernden Rolle. An der Musik und der Inszenierung gibt es wenig auszusetzen, höchstens dass es hier und da eine kleine Temposteigerung hätte vertragen können.
Copyright: Universal Pictures
Auf Willis-typische Oneliner müssen Actionfans verzichten, vielleicht auch weil «Das Mercury Puzzle» nicht in erster Linie Action bietet. Ein paar Szenen gibt es aber schon, sogar recht gut über den Film verteilt, aber sie bleiben wenig spektakulär. Dabei wird vorwiegend geschossen, geprügelt und vor Verfolgern geflüchtet.
Insgesamt bricht «Das Mercury Puzzle» mehrere Male ein und hat mit Logiklöchern in der Story sowie mit etwas zu wenig Action zu kämpfen. Dafür entschädigen teilweise die Spannung und die überzeugenden Darsteller, sodass sich der Film für einen anspruchlosen Abend vor dem Fernseher dennoch eignet. Standardkost, die grösstenteils gefällt, man aber schon bald wieder vergisst...
 | Originaltitel: Mercury Rising | |
| Regie: Harold Becker | Dezember 2010 |