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4 / 10  

Next

Halbherzige Vorstellung Hollywoods.

Cris Johnson (Nicolas Cage) verfügt über die unglaubliche Fähigkeit, zwei Minuten in die Zukunft sehen zu können. Daher kann er mit seinem momentanen Verhalten die Zukunft beeinflussen. Dies bedeutet für ihn aber eher Fluch als Segen und so versucht er möglichst unauffällig zu bleiben. Doch die FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) durchschaut ihn und will ihn dafür einspannen, ein Attentat in Los Angeles zu verhindern. Desinteressiert lehnt Cris ab und turtelt stattdessen mit seiner Traumfrau Liz (Jessica Biel) im Grand Canyon umher, wird in seiner Ruhe jedoch bald erneut gestört durch das FBI und die Terroristen.

Szenenbild aus Next

Aus der Idee könnte man durchaus etwas Brauchbares kreieren, denke ich mir, doch bei «Next» ist dem nur bedingt so. Da wären zunächst die storytechnischen Schwächen. Die Geschichte leidet unter der fehlenden Glaubwürdigkeit und will bei mir keine rechte Spannung erzeugen. Auf Humor wird verzichtet. So lebt «Next» hauptsächlich von einer Handvoll gelungenen Szenen und farblich schönen Bildern von Regisseur Lee Tamahori, wobei zwar nicht alle Effekte sitzen. Die Hauptrolle mit Nicolas Cage zu besetzen ist sicherlich eine weise Entscheidung, jedoch spielt er hier nicht derart beherzt auf wie üblich.

Szenenbild aus Next

Die Action erweist sich als Mangelware. Am ehesten bleibt eine Szene in Erinnerung, in welcher ein paar Baumstämme einen Abhang hinunter donnern und einige Akteure unter sich zu begraben drohen. Ansonsten wird ein wenig geschossen und es gibt eine Autoverfolgungsjagd, aber viel darf niemand erwarten. Gerade während den Actionszenen spielt Tamahori mit der Idee des Zeitzurückdrehens bzw. Zukunftsblickes, was öfters gelingt, aber mit der Zeit etwas seinen Reiz verliert.

Zusammenfassend recht seichte Unterhaltung, deren Idee mir nicht gut genug genutzt wird. Zudem erlauben sich Geschichte, Regisseur und Darsteller einige teils ungewohnte Schwächen, was zu Lasten der Spannung geht. Dennoch verdankt es «Next» den treibenden Kräften hinter dem Film, dass er nicht komplett untergeht.

 
Originaltitel: Next
Regie: Lee Tamahori September 2010