Lahme Boliden.
Autodieb Randall 'Memphis' Raines (Nicolas Cage) ist der Meister seines Fachs, jedoch mittlerweile nicht mehr aktiv. Sein jüngerer Bruder Kip (Giovanni Ribisi) hingegen schon. Und dieser vermasselt eines Tages einen Coup, woraufhin Raines von dem Gangsterboss Raymond Calitri (Christopher Ecclestone) gezwungen wird 50 Luxuskarossen innerhalb von 72 Stunden zu stehlen. Ansonsten würde er Kip umbringen. Leider ist auch Ermittler Castlebeck
(Delroy Lindo) zur Stelle, um die Autodiebe auffliegen zu lassen.
Copyright: Disney
Die meiste Zeit dümpelt «Nur noch 60 Sekunden» spannungsarm dahin. Erst als ungefähr zu Filmhälfte die Diebstahlaktionen Form annehmen, beginnt die Sache interessanter zu werden. Doch so richtig packt es mich nie. Zudem nervt es mich, dass es die Rolle der blonden Angelina Jolie eigentlich gar nicht bräuchte. Sie wird offenbar nur künstlich in die Handlung eingebaut, um mit ihrem Namen den Film etwas effektiver bewerben zu können. Und sowohl sie wie auch Nicolas Cage boten schon deutlich bessere Leistungen.
Die Musik kommt nicht über den Durchschnitt hinaus und auch die Inszenierung ist eher Standard. Somit sind unter anderem die Boliden selbst einer der grössten Schauwerte.
Die Action ist leider untervertreten. Die Autos stehen mehr herum, als dass sie fahren. Wer lediglich Autos sehen will, dürfte noch am ehesten zufrieden sein. Gegen Ende gibt es doch noch zwei bis drei ausgiebige Verfolgungsjagden, die mir ganz gut gefallen. Dass es dabei mitunter zu unrealistischen Szenen kommt, versteht sich von selbst.
Zusammenfassend kommt «Nur noch 60 Sekunden» nicht oder nur viel zu spät auf Touren. Die Autoverfolgungsjagden sind erst kurz vor Filmende anzutreffen. Zuvor tuckert das Vehikel in jeder Hinsicht im Durchschnitt herum oder gar darunter.
 | Originaltitel: Gone In Sixty Seconds | |
| Regie: Dominic Sena | Juli 2010 |