Loading

Über diese Seite

7 / 10  

Phantom Kommando

Action- und temporeicher Reisser aus den 80ern.

Mit seiner kleinen Tochter Jenny (Alyssa Milano) lebt der ehemalige Elite-Soldat John Matrix (Arnold Schwarzenegger) zurückgezogen in einem Haus in den Bergen. Aber sogar dort holt ihn die Vergangenheit früher ein, als ihm lieb ist. General Kirby (James Olson) spürt ihn auf und berichtet, dass irgendjemand systematisch alle Mitglieder von Matrix’ früherer Einheit umbringt. Kurz darauf gelingt es den Schergen rund um den südamerikanischen Ex-Diktator Arius
(Dan Hedaya) tatsächlich, sowohl Vater als auch Tochter zu entführen. Arius will den erfahrenen Kämpfer für einen Auftrag missbrauchen. Matrix stimmt zwar widerwillig zu, beschliesst aber insgeheim, sich trotz grossem Risiko und Zeitdruck zur Wehr zu setzen.

Szenenbild aus Phantom Kommando

Komplex muss die Geschichte nicht sein, sondern nur die Actionszenen auf vernünftige Weise verbinden. Und bei «Phantom Kommando» tut sie das. Um der fehlenden Innovation wegen nicht zu langweilen, drückt Regisseur Mark L. Lester tüchtig aufs Gaspedal, sodass der Film einen konstant hohen Unterhaltungslevel erreicht. An der Inszenierung sind aus heutiger Sicht einige Makel auszumachen, doch sie sind nicht so gravierend und Arnold Schwarzenegger spielt ganz simpel seine übliche Rolle des erfahrenen und gnadenlosen Soldaten mit grimmigem Blick. Natürlich dürfen da regelmässige Oneliner nicht fehlen.

Szenenbild aus Phantom Kommando

Dank dem straffen Erzählstil wandert «Phantom Kommando» schnurstracks von einer Actionsequenz zur nächsten und bedient den Genrefan mit ausreichend Material. Es wird geschossen, geprügelt, verfolgt und explodiert, dass man sich nicht über mangelnde Abwechslung beklagen kann. Nur eben wird die Glaubwürdigkeit häufiger etwas arg strapaziert. Insbesondere das finale Geballere leidet für meinen Geschmack zu sehr darunter, dass der Held im Kampf unverwundbar und gleichzeitig höchst effizient ist.

Fazit: Wer sich an nonsense Arnie-Action stört, lässt sowieso die Finger davon, doch für Genrefans wird beste Unterhaltung geboten. Zahlreiche und abwechslungsreiche Actionszenen, kombiniert mit Onelinern machen «Phantom Kommando» zu einer guten Wahl für einen vergnüglichen, kurzweiligen Abend.

 
Originaltitel: Commando
Regie: Mark L. Lester März 2011