Miese Sci-Fi-Gurke trotz Vin Diesel.
Ein Raumschiff stürzt auf einen verlassenen Planeten ab, dessen Oberfläche eine dürre, heisse Wüste ist. An Bord ist unter anderen der Gefangene namens Riddick (Vin Diesel). Er gilt als sehr gefährlich. Kein Wunder, als Mörder. Eine seiner speziellen Eigenschaften ist, dass er im Dunkeln gut sehen kann, hingegen bei Tageslicht eine kleine Schutzbrille tragen muss.
Das demolierte Raumschiff ist nicht mehr zu gebrauchen. Dafür finden die Überlebenden des Absturzes ein anderes, welchem noch ein paar wenige aber wichtige Teile fehlen. Die Reparaturarbeiten werden jedoch durch eine Sonnenfinsternis unterbrochen. Das Schlimmste daran: Bei Dunkelheit werden bösartige Monstervögel aktiv und machen Jagd auf die Überlebenden.
Copyright: Universal Pictures
Science-Fiction war noch nie mein Ding. In jüngster Zeit gab es zwar einige Ausnahmen wie «Transformers» oder «Die Insel» (Michael Bay sei dank), aber diese bewahrten trotz allem eine gewisse Bodenständigkeit, indem ihre Geschichte auf der Erde spielte. Vielleicht war das mit ein Grund, weshalb ich «Pitch Black» eine Chance gab. Dieser ist hingegen wieder Science-Fiction pur, was ich gar nicht mag. Die Geschichte spielt sich irgendwo in einer anderen Galaxie ab, auf irgendeinem namenlosen Planeten.
Während der ersten Filmhälfte verlässt sich der Streifen zu sehr auf seine Schockeffekte, die häufig auftreten und, in Kombination mit der Ungewissheit der Hauptakteure selbst, Spannung aufbauen sollen. Zeitweise funktioniert das sogar ziemlich gut, aber wenn dann doch fast nie etwas Schlimmes passiert, beginnt es mich zu nerven. Leider bleibt auch Vin Diesel während dieser Zeit im Hintergrund und lässt den nicht wirklich talentierten Rest des Casts ran.
Obwohl der Planet von drei Sonnen (!) umschwirrt wird, kommt es zu einer Sonnenfinsternis. Typisch, da hätte ich eigentlich früher drauf kommen müssen, weil jetzt nämlich die Killervögel ausschwärmen können. Immerhin tritt in der Folge Vin Diesel vermehrt in Aktion und die Action zeigt sich stellenweise. Diese ist sehr spärlich gesät. Es wird geprügelt, davongelaufen und auch mal geschossen, aber nicht getroffen. Immer nur ganz kurz das Ganze und schon daher nicht überzeugend.
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Die Action wie auch der gesamte Rest des Films scheinen mir schlecht inszeniert. Die Schauspieler sind unterdurchschnittlich (mit Ausnahme von Vin Diesel natürlich), die Story mehr als nur hanebüchen und langweilig. «Pitch Black» macht keinen einzigen Versuch, dem Zuschauer das Umfeld der Handlung zu erklären und bleibt völlig oberflächlich. Namen und Erklärungen zu Galaxie und Planeten, die Motivation der einzelnen Personen und von welchem Planeten sie herkommen, was die Monstervögel sollen… alles unbekannt. Der Betrachter wird in grosser Unwissenheit gelassen, weshalb ich mich überhaupt nicht in diese fremde Welt hineinversetzt fühlte.
Fazit: Katastrophal. Dem Film ist wirklich nichts Positives abzugewinnen. Der einzige Grund sich «Pitch Black» dennoch anzuschauen, ist Vin Diesel. Aber auch der rettet den Film nicht davor, ein unbedeutsames, langweiliges und unglaublich schlecht produziertes Sci-Fi-Abenteuer zu sein.
 | Originaltitel: Pitch Black | |
| Regie: David Twohy | August 2009 |
Teile:
Pitch Black – Planet der Finsternis
Riddick - Chroniken eines Kriegers