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7 / 10  

Rambo 2. Teil – Der Auftrag

Beeindruckende Fortsetzung.

Der Vietnamveteran Rambo (Sylvester Stallone) sitzt in einem Steinbruch in Haft. Sein ehemaliger Colonel Trautman holt ihn heraus, weil er ihn für eine Mission einsetzen will. Im vietnamesischen Dschungel soll Rambo nach längst verschollenen amerikanischen Kriegsgefangenen suchen. Anstatt wie gewünscht Beweisfotos zu schiessen, befreit er die Gefangenen. Doch gerade in dem Moment wird er von seinem Auftraggeber im Stich gelassen. Nun muss sich Rambo alleine gegen eine halbe Armee wehren, die zudem von den Russen unterstützt wird.

Die Geschichte gewinnt natürlich keine Blumentöpfe, reichert dafür das Ganze mit deutlich mehr Action an, als es im Vorgänger der Fall war. Leider dauert mir die Einführung zu lange, trotz dem insgesamt angenehmen Tempo des Films. Der Krieger erläutert uns einen Teil seines simpel gestrickten Weltbildes und bereitet sich auf die Mission vor.

Szenenbild aus Rambo 2. Teil – Der Auftrag

Speziell aufgefallen ist mir die hervorragende Inszenierung. Dabei beachte man das Alter des Films, das sich anhand der Filmmusik, dem jungen Silvester Stallone und an wenigen Stellen anhand der leicht verschwommenen Bilder verdeutlicht. Vor allem von den Actionszenen hätte ich nicht gedacht, dass sie derart überzeugend aussehen. Die Explosionen fand ich besonders hübsch, weil zu dieser Zeit noch keine ärgerlichen Effekte aus dem Computer eingesetzt werden konnten, wie sie bei neuzeitlichen Werken oft verwendet werden. Nein, hier ist noch alles handgemacht. Ach, in dieser Hinsicht wünsche ich mir manchmal die früheren Zeiten herbei.

Nachdem ich vom ersten Rambo enttäuscht wurde, ist der zweite Teil ein zufrieden stellendes Werk, was die Action anbelangt. Es vergehen zunächst mehr als dreissig Minuten bis die ersten Toten zu verzeichnen sind, was mir etwas zu lange ist. Von da an – höchstens unterbrochen durch eine Folterszene – liefert der Streifen aber je länger desto mehr abwechslungsreiche Actionszenen. Pfeil und Bogen (besonders amüsant fand ich die «explosiven» Pfeile) dürfen nicht fehlen, das Messer ebenso wenig. Zusätzlich ein paar Schiesseisen, wobei der Held zur Not zu einer der riesigen Kanonen greift, die am Helikopter montiert sind, gefolgt von mehreren grossen Explosionen. Da kann ich mich keineswegs über fehlende Vielfalt beklagen. Meine Begeisterung steigert sich noch dadurch, dass sich die Länge des Gebotenen zusehends steigert und der Actionfan ganz am Schluss doch noch genügend Futter bekommt.

Fazit: «Rambo 2 – Der Auftrag» übertrifft den ersten Teil um Längen. Nach einer mühsamen Einführung entwickelt er sich zu einem sehenswerten Actionspektakel aus alten Zeiten.

 
Originaltitel: Rambo: First Blood Part II
Regie: George P. Cosmatos Dezember 2009
 

Teile:
Rambo
Rambo II - Der Auftrag
Rambo III
John Rambo