Dritter Teil mit Anlaufschwierigkeiten.
John Rambo (Sylvester Stallone) ist des Kämpfens müde und lebt zurückgezogen bei buddhistischen Mönchen. Als sein Freund und Colonel Samuel Trautman (Richard Crenna) auf einer Mission in Afghanistan von den russischen Besatzern gefangen genommen wird, sieht er sich trotzdem dazu gezwungen, sich in Kampfhandlungen zu stürzen und seinen Kumpel zu befreien.
Die Geschichte ist hauchdünn und arg vorhersehbar. Weil während der ersten Filmhälfte keine nennenswerte Action aufgefahren wird, habe ich mich über das zähflüssige Erzähltempo gelangweilt. Einiges hätte weggelassen oder gestrafft werden können. Die farblose Wüste Afghanistans trägt zum öden Eindruck noch das ihre bei. Schauspieler und Filmmusik sind durchschnittlich, dafür ist die Inszenierung stimmig (man beachte auch das Entstehungsjahr).
Schlussendlich braucht «Rambo III» meines Empfindens nach zu lange, um endlich Fahrt aufzunehmen. Erst kurz vor Filmhälfte startet die erste wirkliche Actionszene. Diese ist erstklassig: Handgemachte Explosionen am laufenden Band und haufenweise fliegende Kugeln. Ohne Waffen oder mit Pfeilbogen wird allgemein nur ganz wenig gekämpft. Ab und zu darf der Held dann noch die obligatorischen Oneliner bringen.
Die nachfolgenden Actionszenen behalten den Stil bei, sind ebenfalls sehr ausgiebig und ein Augenschmaus für Actionfans wie mich. Obwohl deren Anzahl überschaubar bleibt, vertrösten sie für die schwerfällige erste Filmhälfte und schrauben meinen Gesamteindruck massiv nach oben.
Fazit: Nach enttäuschendem Beginn kommt mit dem Einsetzen der explosions- und bleireichen Action die Wende für «Rambo III». Dennoch reicht er nicht ganz an den zweiten Teil heran, bei dem die Action besser verteilt war.
 | Originaltitel: Rambo III | |
| Regie: Peter MacDonald | April 2010 |
Teile:
Rambo
Rambo II - Der Auftrag
Rambo III
John Rambo