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7 / 10  

Showdown In Little Tokyo

Im Stadtteil «Little Tokyo» von Los Angeles ist die dominierende Yakuza-Organisation dabei, ihre Herrschaft zu erweitern. Brutale Rituale gehören ebenso zu ihrem Alltag wie das Drogengeschäft. Sergeant Kenner (Dolph Lundgren) und sein neuer Partner Detective Murata (Brandon Lee) ermitteln gemeinsam gegen die Bande, als die Angelegenheit für Kenner plötzlich persönlich wird...

Szenenbild aus Showdown In Little Tokyo

Zu Beginn weist «Showndown In Little Tokyo» noch eine Art Geschichte auf, doch ab Filmmitte steht sie still. Dies macht mir nichts aus, weil es dem Film ohnehin nicht darum geht. Als störend werte ich aber, dass er es als nötig erachtet, grundlos und übermässig oft entblösste Frauen zu zeigen. Dafür ist diesmal der Hauptbösewicht wirklich richtig verachtenswert und beispielhaft skrupellos.

Als Spassbremse stellt sich die etwas antiquierte und omnipräsente Musik heraus, weil sie mir persönlich nicht zusagt. Einige humorvolle Sprüche der beiden Hauptdarsteller glücken hingegen. Diese sind hauptsächlich da, um ihren Gegenübern eins aufs Maul zu hauen, weshalb sie schauspielerisch keine Meisterleistungen vollbringen.

Szenenbild aus Showdown In Little Tokyo

Ich gebe zu, dass ich bisher noch keinen einzigen Film von Dolph Lundgren gesehen habe (mit Ausnahme von «The Expendables»). Ist das schlimm für jemanden, der sich als Genrefan bezeichnet? Vielleicht, denn während der bescheidenen Laufzeit von gerade mal 76 Minuten hat «Showndown In Little Tokyo» einiges an Action zu bieten. Kurz nach Filmbeginn beweist Kenner, der eindeutig die erste Geige spielt, seine Schlagfertigkeit mittels zweier Prügeleien. Danach gibt es eine akzeptable Wartepause bis zu den nächsten Auseinandersetzungen. In der Folge werden die Abstände zwischen den einzelnen Actionszenen erfreulich kurz gehalten, die vorerst fast ausschliesslich aus Prügeleien bestehen. Mit der Zeit kommen vermehrt Waffen ins Spiel. Dementsprechend kann sich das Finale sehen lassen mit Schiesserei, Prügelei, zwei Explosionen und einem Zweikampf mit Samuraischwertern. Insgesamt hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht, aber sei’s drum, denn die Menge stimmt mich zufrieden und ansprechend inszeniert ist die Action ebenfalls.

Fazit: Durch und durch sinnfrei, dünne Story, zu viele entblösste Körper, durchschnittliche Hauptdarsteller und eher störende Musik. Dafür wird man mit viel Action entschädigt, hauptsächlich in Form von Schlägereien. Kein Muss, aber für Genrefans dennoch lohnenswert.

 
Originaltitel: Showdown In Little Tokyo
Regie: Mark L. Lester Oktober 2010