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9 / 10  

Sky Fighters

Genau darauf haben Kampfjetfans schon lange gewartet...

Marchelli (Benoît Magimel) und Vallois (Clovis Cornillac) sind zwei Mirage-Piloten bei der französischen Luftwaffe. Aufgrund eines gravierenden Fehlers droht einem der beiden die Entlassung. Gute Voraussetzungen, die zwei in eine geheime und waghalsige Mission zu schicken.

Von vielen Kritikern wird «Sky Fighters» in der Luft zerrissen. Schon möglich, dass ein Grossteil des Publikums mit dem Film nichts anfangen kann. Zum grossen Glück der Kampfjetfans – wie ich jahrelang auch einer war – wagt sich aber endlich wieder ein Film an die Militärfliegerei heran, was seit «Top Gun»
(mit dem der Film sonst nicht viel gemeinsam hat) nicht mehr oder nur teilweise der Fall war, wobei «Top Gun» mittlerweile so einige Jahre auf dem Buckel hat und zumindest mich nicht mehr so recht zu begeistern vermag.

Szenenbild aus Sky Fighters

Natürlich lassen sich einige Schwachpunkte von «Sky Fighters» nicht abstreiten.
Die Geschichte setzt keineswegs zu Höhenflügen an und weist einige Logiklöcher auf. Zudem verrät der Trailer schon alles, was deutlich zeigt, dass keine innovative und realistische Handlung geboten werden soll. Ferner wird dem Zuschauer eine der unnötigsten und deshalb peinlichsten Liebesgeschichten überhaupt zugemutet. In Sachen Frauen und deren Beziehungen zum anderen Geschlecht macht «Sky Fighters» auch im Übrigen so ziemlich alles falsch.

Wer sich dessen bewusst ist und darüber hinwegsehen kann, kriegt dafür einiges geboten. In erster Linie verzaubert Regisseur Gérard Pirès seinen Streifen mit himmlischen Aufnahmen von Flugzeugen, Landschaften und Wolken. Immer wieder ein Genuss!

Szenenbild aus Sky Fighters

Die Flugmanöver sind sehr gut produziert und von angenehmer Länge, wobei das französische Militär den Filmemachern sicher tüchtig unter die Arme gegriffen hat. Der Film geht regelmässig «in die Luft», was er seinem wohl gewählten Tempo zu verdanken hat. Das Finale hätte ich mir etwas ausgiebiger gewünscht, aber immerhin findet dies über Paris statt und nicht einmal das Militär scheint sich erlauben zu dürfen, einfach so tagelang über der französischen Metropole herumzudüsen.
Erfreulicherweise bietet «Sky Fighters» nicht das ewig Gleiche, sondern bringt fast alles mit ein, was das Fliegerherz kennt und sehen will: Trainingsflüge, Durchbrechen der Schallmauer, Schleudersitz auslösen, Einsatz scharfer Waffen, Start bei Nacht… alles dabei.

Weiter gibt es noch ein paar wenige, aber trotzdem witzige Gags. Langeweile kommt sowieso nie auf und mit den Leistungen der beiden Hauptdarsteller kann man zufrieden sein. Ebenfalls bemerkenswert ist der ausgezeichnete Soundtrack, der den Leinwandbildern zusätzlichen Aufschwung verschafft.

Wer mit der Fliegerei etwas anfangen kann, darf sich dieses leider eher unbekannte Werk auf keinen Fall entgehen lassen.

 
Originaltitel: Les Chevaliers Du Ciel
Regie: Gérard Pirès Juni 2009