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Smokin’ Aces

Buddy «Aces» Israel (Jeremy Piven) soll beim Prozess gegen einen Mafiaboss aussagen. Die FBI-Agenten Richard Messner (Ryan Reynolds) und Donald Carruthers (Ray Liotta) erhalten den Auftrag Israel zu beschützen. Der Mafiaboss beauftragt mehrere Killer mit der Eliminierung des Zeugen, der es sich in einem Hotel gemütlich gemacht hat. Dadurch haben die beiden Agenten bald einmal alle Hände voll zu tun.

Und wieder einmal ein Film, dessen Geschichte eine gute Grundlage für einen Top-Actionfilm liefern könnte, das Potenzial aber bei weitem nicht nutzt. Während des Filmverlaufs kommt nicht mehr viel Neues hinzu, die Geschichte scheint sich kaum zu entwickeln. Dabei hatte alles so interessant und viel versprechend begonnen…

Mehrere bekannte Namen fährt der Streifen auf (darunter auch die Sängerin Alicia Keys), wobei niemand wirklich positiv heraussticht. Doch so wie sich die Killer im Hotel beizeiten gegenseitig in die Quere kommen, kommen sich die vielen Charaktere auch storytechnisch in die Quere. Es sind mir etwas gar viele. Mal geht es um diejenigen hier, dann um die anderen dort drüben. Wie soll dieses Konzept aufgehen? Ich weiss es nicht, da es bei mir gar nicht aufgeht.
Besonders nervte mich, dass fast keine Person wirklich «normal» ist. Alle haben offenbar irgendeine psychische Störung und daher einen aussergewöhnlichen Tick.

Szenenbild aus Smokin’ Aces

Es versagen gleich mehrere Unterhaltungswerte. Spannend ist das Vehikel nicht, Humor ist entweder nicht vorhanden oder dann habe ich einen ganz anderen Sinn für Humor. Teilweise wird es etwas gar dramatisch.
Die Macher haben dem Film einen eigenen Stil verliehen, der beispielsweise durch die Farbgebung der Bilder unterstrichen wird. Er soll hip und cool sein, kam aber stattdessen bei mir äusserst primitiv und pervers an, was gehörig auf den Wecker geht. Zumindest gibt es inszenatorisch nichts auszusetzen.

«Smokin’ Aces» hat aber allem voran einen grossen Schwachpunkt. Und das ist leider Gottes die Action. Die Actionszenen (vorwiegend mit Schusswaffen) sind vorbei, bevor sie begonnen haben. Getötet wird leise, schnell und schmerzlos – abgesehen von zwei auch nicht gerade umwerfenden Ausnahmen – was hingegen für den Actionfan umso schmerzhafter ist. Sehr Schade, denn die Story, die Anzahl «Spieler» und die Örtlichkeiten wären für ausgiebige Feuergefechte wie geschaffen gewesen. So wartet der Fan ungeduldig in einer Das-geht-doch-noch-viel-besser- oder Bestimmt-geht’s-gleich-los-Haltung, die jedoch zu keinem Zeitpunkt erfüllt wird.

Im Endeffekt keine lohnende Angelegenheit und haufenweise verschenktes Potenzial. Anschauen auf eigene Verantwortung.

 
Originaltitel: Smokin’ Aces
Regie: Joe Carnahan Juli 2009
 

Teile:
Smokin' Aces
Smokin' Aces 2: Assassins' Ball