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7 / 10  

Source Code

Gyllenhaal auf Zeitreise.

Verwirrt und mit Erinnerungslücken wacht Captain Colter Stevens
(Jake Gyllenhaal) mitten während einer rätselhaften Mission auf. Er befindet sich an Bord eines Zuges, mitten im Gespräch mit Christina (Michelle Monaghan). In acht Minuten wird an Bord eine Bombe explodieren und bis dahin muss Stevens den Bombenleger finden, damit dieser nicht noch andernorts zuschlagen kann. Er schafft es nicht und findet sich urplötzlich gefangen in einer Stahlkugel wieder, der Realität. In dieser Realität kann er über einen Bildschirm mit einer Frau
(Vera Farmiga) und Dr. Rutledge (Jeffrey Wright) kommunizieren, die offenbar in der Lage sind, Stevens mit ihrer experimentellen Maschine beliebig oft in diese letzten Minuten vor dem Zugunglück zu versetzen. So reist Stevens x-mal in der Zeit zurück, bringt bei jedem Vergangenheitsbesuch etwas mehr in Erfahrung, kann aber den Bombenleger nicht finden.

Szenenbild aus Source Code

Filme wie «Source Code» haben grundsätzlich das Problem, dass es dem Szenario gänzlich an Glaubwürdigkeit fehlt. Man muss die Grundidee des unbeschränkten in die Zeit Zurückreisens einfach akzeptieren, sonst ist das Filmvergnügen von Beginn weg zum Scheitern verurteilt. Jedenfalls kann ich «Source Code» attestieren, dass er seine Grundidee ausgezeichnet umsetzt, indem er sie mit vielen Einzelheiten ausschmückt, die den Unterhaltungslevel und etwas Spannung grösstenteils aufrecht erhalten, weil fast dauernd etwas los ist und man als Zuschauer miträtseln darf. Nur das Filmende stimmt mich etwas missmutig, da es unnötig verwirrt. Es folgt nämlich eine mögliche Auflösung nach der anderen, als hätte man sich nicht entscheiden können, welche es schlussendlich sein soll.

Szenenbild aus Source Code

Die Optik und Musik betreffend stimmt alles. Zudem beweist Jake Gyllenhaal eindrücklich, dass er eine kluge Wahl war für die Besetzung der Hauptrolle. Obwohl er mal für mal allen möglichen Verdächtigen nachjagt, gibt es übrigens keine nennenswerte Action. Es sei denn, man zähle das Ausspionieren und Bedrohen anderer als solche.

Zusammenfassend setzt «Source Code» voll und ganz auf seine durchdachte Geschichte, was zumindest bei mir hervorragend klappt, mit Ausnahme der Schlussminuten. Inszenatorisch und darstellerisch einwandfrei unterhält der Film während der gesamten Laufzeit gut. Lohnenswert!

 
Originaltitel: Source Code
Regie: Duncan Jones April 2011