Action- und temporeicher Blockbuster.
Bombenleger Howard Payne (Dennis Hopper) hat einen Lift mit mehreren Sprengsätzen versehen. Er droht damit, ihn in die Tiefe stürzen zu lassen, falls seine Geldforderung nicht erfüllt wird. Jack Traven (Keanu Reeves) und Harry Temple (Jeff Daniels) vom L.A.P.D. gelingt es jedoch, alle Passagiere aus dem feststeckenden Fahrstuhl zu befreien, bevor der Erpresser seine Drohung wahr machen kann. Der Verbrecher selbst kommt dabei offenbar ums Leben. Denkste! Mit einer hinterhältigen Konstruktion meldet er sich zurück. Diesmal wird ein Linienbus das Opfer. Sobald dieser mehr als 50 Meilen pro Stunde fährt, wird die Bombe aktiviert, wenn er daraufhin weniger als 50 fährt, detoniert sie. Jack gelangt an Bord des Busses, doch wohin soll man während dem Stossverkehr einen Bus dirigieren, der nicht anhalten darf?
© Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.
«Speed» avancierte längst zum Klassiker und wurde x-mal imitiert. Denn so plump wie sich die innovative Geschichte anhört, ist sie gar nicht. Die Gesetzeshüter kommen auf allerlei Ideen um den Bus zu stoppen, der Bösewicht wiederum lässt sich nicht so einfach ins Bockshorn jagen und demonstriert mehrmals, dass es ihm ernst ist, sodass dem Gefährt keine andere Möglichkeit zu bleiben scheint, als weiterzurasen. Dies erzwingt ein durchgehendes Spannungsmoment. Die Inszenierung lässt sowieso keine Längen zu und trägt seine Blockbuster-Qualitäten offen zur Schau. Will heissen: Überzeugende Optik, gutes Schauspiel, peitschende Musik und ein paar Oneliner.
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Nach der eröffnenden Actionszene mit dem Lift wartet «Speed» zum Glück nicht lange bis er den Bus anrollen lässt. Im Gegenteil, er knüpft beinahe nahtlos daran an und fährt auch in der Folge regelmässig Action auf. Viel Sachschaden und ein paar wenige, aber grosse Explosionen sorgen für genügend Schauwerte. Das Szenario garantiert bereits für viel Kinetik, was der Film ausnutzt. Es gibt für die Passagiere viele brenzlige Situationen zu überstehen und Jack unternimmt eine waghalsige Kletteraktion zur Bombe unter dem Fahrzeug. Dabei gibt sich «Speed» Mühe, nicht übermässig realitätsfern zu wirken, einzig die Szene, in welcher der Bus eine grosse Lücke in einer noch nicht fertig gestellten Brücke zu überwinden hat, ist mir dann doch zu abgehoben. Zu guter letzt wird die Handlung auf U-Bahn-Schienen verlegt und es kommt zu einem Zweikampf mit Fäusten. Konfrontationen mit Waffen fehlen gänzlich, aber das ist locker zu verkraften, denn «Speed» bietet dem Actionsuchenden auch so ausreichend Beute.
Alles in allem entwickelt «Speed» schon früh einen enorm hohen Unterhaltungswert. Pausenlos prescht er vorwärts und sorgt für Action in ansprechendem Blockbuster-Gewand. Zweifellos bis heute ein Klassiker.
 | Originaltitel: Speed | |
| Regie: Jan de Bont | Dezember 2010 |
Teile:
Speed
Speed 2 - Cruise Control