Loading

Über diese Seite

3 / 10  

Surrogates – Mein zweites Ich

Ungenutzte Grundlage für einen guten Science-Fiction-Film.

In der Zukunft verlassen die Menschen ihre Häuser nicht mehr. Sie gehen in Form eines Surrogates aus, einem Roboter, den sie persönlich steuern und dessen Äusseres sie beliebig wählen können. Verbrechen sind quasi unexistent. Allerdings werden eines Tages zwei Surrogates ausser Gefecht gesetzt und dessen menschliche Besitzer gleich mit. Die FBI-Agenten Tom Greer
(Bruce Willis) und Jennifer Peters (Radha Mitchell) versuchen die mysteriösen Morde aufzuklären.

Szenenbild aus Surrogates – Mein zweites Ich

Sowohl die Geschichte wie auch der Trailer lassen auf eine interessante und actionreiche Abwandlung von «I, Robot» schliessen. Wenn dann noch Actionstar Bruce Willis und Jonathan Mostow – Regisseur von «Terminator 3» – mit an Bord sind, steigert sich meine Zuversicht umso mehr.

Der Filmbeginn verläuft denn auch zu meiner Befriedigung. Die Einführung über das Leben mithilfe eines Surrogates zeigt ein innovatives Handlungsumfeld auf und liefert eine gute Grundlage für den weiteren Filmverlauf. Dieser enttäuscht jedoch je länger je mehr. Die ausbleibende Action lässt Raum für offene Fragen an die von der Technik dominierte Welt und bringt deren Überzeugungskraft somit ins Wanken. Geschmälert wird mein Gesamteindruck zudem dadurch, dass die unterschiedlichen Handlungsstränge ziemlich simpel aufgelöst werden und mir im Nachhinein überflüssig scheinen. Die Darsteller sowie die schicke Optik versuchen noch möglichst viel zu retten, bewahren den Film aber nicht davor, in der Belanglosigkeit zu landen.

Szenenbild aus Surrogates – Mein zweites Ich

Wie schon angetönt, bleibt auch die erhoffte Action-Achterbahnfahrt aus. Nach ungefähr einer halben Stunde gibt es die erste und bereits längste Actionszene in Form einer Verfolgungsjagd zu sehen. Nachfolgend werden lediglich eine weitere kurze Verfolgungsjagd und ein paar Handgreiflichkeiten gezeigt. Schade, dass Willis und Mostow offenbar keinen Actionfilm produzieren wollten.

Zusammenfassend beginnt der Film ganz gut, versandet aber anschliessend zusehends und unterhält nur noch mässig. Der Trailer fasst leider die gesamte Handlung sowie einen Grossteil der Action in sich zusammen, sodass man den gesamten Film danach eigentlich gar nicht mehr schauen müsste. Sehr schade um das verschenkte Potenzial.

 
Originaltitel: Surrogates
Regie: Jonathan Mostow Mai 2010