Kultige Fortsetzung.
Sarah Connor hat mittlerweile ihren Sohn John zur Welt gebracht, ist selber aber in der Irrenanstalt gelandet, weil ihr die wirre Geschichte rund um die Terminatoren und den Weltuntergang niemand abnimmt. Von der Zukunft her schicken die Maschinen unterdessen einen weiteren Terminator (Robert Patrick), der weiterentwickelt und schwierig zu zerstören ist sowie sein Äusseres fast beliebig verändern kann. Er soll wiederum John Connor «terminieren», um dessen Status als Anführer des Widerstands gegen die Maschinen, die er in Zukunft innehaben wird, zu verunmöglichen. Der früher geschickte Terminator (Arnold Schwarzenegger) kehrt zudem zurück, doch diesmal um den Jungen zu beschützen.
Es hat sich einiges getan in Terminator-Land. Ein vielfach höheres Budget, merklich besseres Bildmaterial, revolutionäre Spezialeffekte, mehr Action. «Terminator 2» macht vieles richtig, ist eine der wenigen gelungenen Fortsetzungen und revolutionierte das Actiongenre. Handwerklich gibt es kaum etwas auszusetzen und Arnie liefert eine gute Show ab. Trotz allem wird meiner Meinung nach der Film tausendmal zu hoch gelobt und ist keineswegs ein Meisterwerk.
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Die Geschichte wird im gleichen Stil weitergesponnen wie zuvor und geht in Ordnung. Allerdings verspürte ich nur ein geringes Interesse an der Familiengeschichte der Connors. Die psychiatrische Behandlung von Sarah Connor war mir zu ausführlich und der neunmalkluge Bursche John Connor ist eine sehr unsympathische Figur. Das sollte eigentlich nicht passieren bei einem vermeintlichen Meisterwerk... Leider drosseln die Connors zu sehr das Tempo des Streifens und lassen das das Interessanteste – die Auseinandersetzungen der beiden Terminatoren – wiederholt in den Hintergrund rücken. Und somit leider auch die Action.
Es dauert eine Weile, bis die Chose actionmässig an Fahrt aufnimmt. In Sachen Vielfalt sind alle Elemente vorhanden, die der Genrefan sehen will: Nahkämpfe, Verfolgungsjagden, Schusswechsel, Explosionen. Von der Menge her ist es aber nicht der erhoffte Overkill, sondern nur etwa Durchschnitt. Dass lediglich ein Gegner bereit steht, mit dem sich der liebe Roboter anlegen kann, führt dazu, dass sogar ich das künstlich verlängerte Finale als nicht ganz gelungen bewerte. Deutlich mehr Sachschaden und eine solide Inszenierung lassen während den Szenen zumindest mehr Freude aufkommen als im Vorgänger.
Fazit: Trotz einiger Längen akzeptable Unterhaltung, die bei Gelegenheit ein Blick wert ist, und sei es nur wegen des Kultstatus’ des Films oder Arnold Schwarzenegger. Allerdings mit grosser Deutlichkeit nicht das vielerorts enthusiastisch gefeierte Meisterwerk.
 | Originaltitel: Terminator 2: Judgment Day | |
| Regie: James Cameron | November 2009 |
Teile:
Terminator
Terminator 2 – Tag der Abrechnung
Terminator 3 – Rebellion der Maschinen
Terminator – Die Erlösung