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5 / 10  

Der Adler der Neunten Legion

Zwei Männer starten eine abenteuerliche Suche.

Im Jahr 140 nach Christus rätselt das Römische Reich immer noch über das spurlose Verschwinden der Neunten Legion im Norden Britanniens. Der goldene Adler galt als deren legendäres Symbol und der Vater von Marcus Aquila (Channing Tatum) hatte die Führungsrolle inne bei dieser Mission. Der junge Marcus Aquila ist entschlossen, den Adler zu finden und so die Familienehre wieder herzustellen, doch als er in einem Kampf schwer verwundet wird, entlässt man ihn ehrenvoll aus der Armee und er residiert fortan bei seinem Onkel (Donald Sutherland). Doch Aquila lässt sich nicht entmutigen und bricht einzig und allein in Begleitung seines Sklaven Esca (Jamie Bell) nach Norden auf.

Szenenbild aus Der Adler der Neunten Legion

Eine brauchbare, aber altbekannte Geschichte. Dies lässt leider kaum Spannung zu. Vor allem im Mittelteil taugt «The Eagle» lediglich für seichte Unterhaltung, obwohl mir der Auftakt recht gut gefallen hat.

Auf Seiten der Schauspieler dürften sich einige Zuschauer an Channing Tatum stören. Meiner Meinung nach zeigt er eine befriedigende Leistung. Einerseits kann ich durchaus verstehen, wenn er als zweifelhafte Wahl für die Hauptrolle bezeichnet wird, andererseits könnte man sich «The Eagle» zum Vorneherein sparen, wenn man sich an ihm stösst.
Zweifellos rettet die sattelfeste Inszenierung einiges. Gelungene Aufnahmen und zu einem antiken Film passende Musik garantieren ein stetiges Mindestmass an Aufmerksamkeit.

Szenenbild aus Der Adler der Neunten Legion

Im Vergleich zu wesentlich aufwändigeren Ritter-Spektakeln aus Hollywood, sieht «The Eagle» eindeutig kleinformatiger aus, was sich hauptsächlich an den Schlachtszenen zeigt. Zu Beginn gibt es zwei eher kurze davon und zum Abschluss eine weitere, dafür wie der gesamte Rest gut inszeniert. Der Blutgehalt bleibt sehr niedrig. Dazwischen lassen das Drehbuch und die Glaubwürdigkeit nur wenig Freiraum für weitere Kämpfe, doch diese nutzt «The Eagle» für ein paar Kämpfe mit Waffen und Fäusten sowie einer recht langen Flucht der beiden Hauptdarsteller. Wer minutenlanges Gemetzel erwartet, sitzt dennoch im falschen Film.

Zusammenfassend wenig originell, wenig spannend und mit einem umstrittenen Hauptdarsteller. Zumindest die Machart rettet den Unterhaltungslevel dann doch über die Laufzeit hinweg. Für Römer-Action ist nur minimal gesorgt, weil wir es hier mit einem eher kleinformatigen Sandalen-Abenteuer zu tun haben. Kein Rohrkrepierer, aber man kann ihn ruhigen Gewissens auslassen.

 
Originaltitel: The Eagle
Regie: Kevin Macdonald März 2011