Anständiges B-Movie von und mit Dolph Lundgren.
Roberta Jones (Caroline Lee Johnson), Chefin der National Security Agency, vereinbart ein spontanes und geheimes Treffen mit einem Unbekannten in Rumänien. Jones’ Sicherheitsbeauftragter Lance Rockford (Dolph Lundgren) erfährt nichts weiter darüber, ausser dass das Treffen von grosser Wichtigkeit sein könnte. Sein fünfköpfiges Team und ein Sicherheitsmann der Gegenseite stehen auf Posten, als das abgelegene, ehemalige Hotel von einer bewaffneten Gruppe Vermummter gestürmt wird. Die beiden Gesprächspartner sind indes spurlos verschwunden und bringen die Sicherheitsleute damit in noch grössere Bedrängnis.
Für ein B-Movie finde ich die Story überraschend verzwickt, vor allem wenn man bedenkt, dass es bei solchen Filmen so gut wie gar nicht auf die Geschichte ankommt. Die politischen Zusammenhänge kann ich zwar nicht immer nachvollziehen, vielleicht auch deshalb, weil «The Defender» diesbezüglich recht dick aufträgt und die Glaubwürdigkeit mit der Zeit abnimmt.
Die Musik ist mir öfters positiv aufgefallen und stellenweise kommt sogar so etwas wie Spannung auf. Humor gibt es hingegen nicht und die Schauspieler gehören unübersehbar nicht zur gehobeneren Klasse. Mit den Bildern und der allgemeinen Inszenierung bin ich zufrieden, auch wenn ab und zu der Überblick kurz verloren geht oder wenn die Akteure ihre Waffen gar amateurhaft handhaben.
Schlussendlich kommt es bei einem solchen Streifen aber vor allem auf die Action an, wobei ich die Lobeshymnen, die ich bisher darüber gehört habe, nur mit Vorbehalt mitsinge. Nach überstandener Einführung geht es los: Mehrere bleireiche Schiessereien garniert mit kurzen Zweikämpfen und etwas Pyrotechnik. Recht ansprechend gemacht und mit dem richtigen Mass an Abwechslung bringenden Ideen ergänzt, aber leider wird für meinen Geschmack das vorhandene Potential der Örtlichkeit (grosses ehemaliges Hotel) zu sparsam genutzt. Da hätte man noch mehr daraus machen und mit weiteren Feuergefechten klotzen können. Stattdessen begibt sich «The Defender» zu früh in die dunklen Gänge unter dem Grundstück und legt eine Actionpause ein. Gegen Schluss flammen dann doch weitere Scharmützel auf, die erneut zu gefallen wissen. Somit kann sich der Genrefan an der Menge sättigen, nur eben war meine Erwartungshaltung noch höher.
Zusammenfassend empfiehlt sich «The Defender» ausschliesslich Actionfans, wenn die grad nichts anderes zur Hand haben. Mit Story, Musik und Schauspielern kann man zufrieden sein, mit der Action mit ein paar Abstrichen ebenfalls.
 | Originaltitel: The Defender | |
| Regie: Dolph Lundgren | Dezember 2010 |