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6 / 10  

The Green Hornet

In gewisser Weise eine Superhelden-Satire.

Als Sohn des reichen James Reid (Tom Wilkinson) lässt es sich Britt Reid
(Seth Rogen) gut gehen und feiert eine Party nach der anderen. Doch nach dem überraschenden Tod seines Vaters steht er gar unbeholfen vor der schwierigen Aufgabe, in dessen Fussstapfen zu treten und den Zeitungsverlag zu übernehmen. Zum Glück lernt er Chauffeur Kato (Jay Chou) besser kennen, einen begabten Tüftler und effizienten Kämpfer. Gemeinsam beschliessen sie, sich auf das Abenteuer einzulassen, in den Strassen auf eigene Faust für mehr Sicherheit zu sorgen. Schon bald kommen sie damit dem Gangsterboss Chudnofsky (Christoph Waltz) in die Quere.

Szenenbild aus The Green Hornet

«The Green Hornet» klaut seine Ideen bei vielen anderen Filmen und setzt sie zu einem stimmigen Gesamtwerk zusammen. Dabei tischt er alle möglichen Klischees auf und zwar auf massiv übertriebene Weise, so sehr ins Lächerliche gezogen, dass es eben tatsächlich schon wieder lustig ist. Nach einer herrlich amüsanten Dreiviertelstunde, die wie im Flug vergeht, bricht «The Green Hornet» bedauerlicherweise stark ein und mehrmals beginne ich mich sogar etwas zu langweilen. Grund dafür sind die nachlassende Gagdichte und eine beinahe stillstehende Story. Dafür können mich Musik und Schauspieler nicht entschädigen, obwohl sie durchaus genügen. Hierbei liegt der Fokus übrigens deutlich auf den beiden harmonierenden Hauptdarstellern, alle anderen kommen eher selten zum Zug. Erst gegen Ende hin setzt der Film wieder da an, wo er begonnen hat und bringt nebst Action endlich wieder massenhaft Witze auf die Leinwand.

Szenenbild aus The Green Hornet

Glücklicherweise ist die Action grösstenteils handgemacht und sorgt daher für Freude. Insbesondere die paar Explosionen überzeugen und vor allem die zweite der beiden eher kurzen Autoverfolgungsjagden punktet mit Blechschaden. Einzig bei den Fights von Kato übertreibt es «The Green Hornet» für meinen Geschmack mit den Effekten, wovon es aber nicht viele gibt. Etwas Innovation ist ebenfalls auszumachen, denn ihr entstehen hat das Publikum der gezielten Realitätsferne zu verdanken. Angesichts dieser erfreulichen Tatsachen finde ich es schade, dass es nicht noch mehr Action zu bestaunen gibt. Denn der Film startet gut, aber im Mittelteil gibt es nur zwei bis drei kurze Actioneinlagen. Dafür gestaltet sich das Finale ausgiebig und wertet den Film nochmals massiv auf.

Insgesamt zieht der eher lahme Mittelteil «The Green Hornet» zu sehr nach unten. Bedauerlich, denn grundsätzlich macht er viel Spass, dank haufenweise Klischees, frechen Gags und absichtlichem Übertreiben in vielerlei Hinsicht. Zudem hätte ich gern mehr von der Action gesehen, weil diese wirklich ansprechend inszeniert ist und Laune macht. Diesbezüglich kann vorwiegend das Finale punkten. Kann man sich ansehen.

 
Originaltitel: The Green Hornet
Regie: Michel Gondry Januar 2011