Frischfröhliches, modernes, aber dennoch durchschnittliches Kleinod.
Nachdem ein Auftrag aus dem Ruder läuft, werden Clay (Jeffrey Dean Morgan) und sein Einsatzkommando als Versager anstatt als Helden hingestellt. Zusammen mit der mysteriösen Fremden Aisha (Zoe Saldana) versuchen sie erneut, dem Schurken Max (Jason Patric) das Handwerk zu legen, um sich somit an ihm zu rächen und zudem ihren angeschlagenen Ruf aufzupolieren.
© Warner Bros. Ent. All rights reserved.
Die Geschichte startet gut, aber schon bald kommt sie fast nicht mehr voran, weshalb «The Losers» im Mittelteil häufig etwas harzt und Spannung erst recht nicht zulässt. Die Charaktere sind zwar sympathisch, bleiben aber oberflächlich. Wie man die unübersehbaren Parallelen zu «Das A-Team – Der Film» werten soll, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Mich haben sie nicht gestört.
Die bunten Bilder und eine weise Musikauswahl machen «The Losers» zu einem Gute-Laune-Film mit gewissem Charme. Hinzu kommen humoristische Töne, damit den Film niemand wirklich ernst nimmt, was ihm durchaus gut tut. Auf grosse Schauspielernamen wird verzichtet, aber das Ensemble spielt locker auf, sodass dies kaum ins Gewicht fällt.
© Warner Bros. Ent. All rights reserved.
So weit eigentlich passabel, doch wie sieht es mit der Action aus? Aus meiner Sicht etwa gleich, nämlich passabel. «The Losers» beginnt nach Mass und wirft Genrefans gleich den ersten Happen vor. Eindringen in ein feindliches Lager, Schusswechsel, Flucht und zwei Explosionen. Kurz darauf folgt ein Zweikampf in einem Hotelzimmer, aber ab dann wird Action eher Mangelware. Die Ausbeute beläuft sich auf zwei durchdachte Diebstahlaktionen und eine kurze Schiesserei. Das Finale hält die ausgiebigste Actionszene bereit, wiederum bestehend aus Schiessereien, Zweikampf und zwei bis drei Explosionen. Letztere sind leider fast ausschliesslich mit CGI realisiert worden, was man ihnen deutlich ansieht. Der Rest kann sich von der Machart her aber sehen lassen.
Fazit: Beginn und Ende überzeugen, doch im Mittelteil schwächelt das B-Movie
«The Losers» öfter. Daran sind vor allem die magere Actionausbeute und die beinahe stillstehende Story schuld. Da retten die Musik, Bilder und der Humor zwar einiges, aber eben nicht alles.
| Originaltitel: The Losers | |
| Regie: Sylvain White | Januar 2011 |