Um ein Vielfaches besser als das John Cena-Vehikel.
Robin (Lara Cox) ist die Organisatorin der Eröffnungsfeier einer thailändischen Hotelanlage. Ihr Mann Joe Linwood (Ted DiBiase Jr.), ein aktiver Marine, kann es sich einrichten, sie auf dem Trip zu begleiten. Doch den Tagen im Ferienparadies widerfährt eine schroffe Wandlung, als Terroristen auftauchen und alle Gäste als Geiseln nehmen. Obwohl ein Söldnertrupp mit der Befreiung der Gefangenen beauftragt wird, ist der Marine nicht gewillt, einfach tatenlos zuzuschauen.
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Nachdem ich «The Marine» fast in allen Belangen durchschnittlich fand, war meine Vorfreude auf den zweiten Teil gering. Doch überraschenderweise schlägt er den ersten Teil um Längen. Zum Glück hat er mit Ausnahme des Titels und dem Fakt, dass ein Wrestler die Hauptrolle spielt und seiner Frau wegen einen brutalen Kampf aufnimmt, rein gar nichts mit dem Vorgänger zu tun.
Die Geschichte betreffend ist alles in Ordnung. Erwartungsgemäss beinhaltet sie einige typische Elemente eines Genrefilms und bietet kaum Überraschendes, bewahrt sich erfreulicherweise aber trotz fehlendem Humor vor Peinlichkeiten fast aller Art und Logiklöchern à gogo. Dies, wie auch vieles andere, wie z. B. die beachtliche Optik, verdankt «The Marine 2» vor allem einem Mann. Nein, ich meine nicht Ted DiBiase Jr. den Hauptdarsteller, aber wenn wir schon dabei sind… Er trägt einiges zur Überzeugungskraft des Films bei, weil er sympathisch wirkt und viel eher als Schauspieler durchgeht als John Cena. Eigentlich meine ich den bisher unbekannten Regisseur Roel Reiné, der aus allen verfügbaren Zutaten das Maximum herausholt. Insbesondere inszeniert er das Szenario temporeich genug, dass es während der gesamten Laufzeit angemessen unterhält. Zudem nutzt er das «Spielfeld Hotelanlage» aus und beim Eindringen in ebendieses kommt wenige Male sogar etwas Spannung auf. Entscheidend am Filmvergnügen beteiligt ist auch der Soundtrack, der mir wiederholt aufgefallen ist. Beinahe perfekt wandelt er sich von gute Laune-Musik zu vermehrt rockiger Untermalung.
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Das mag ja alles schön und gut sein, aber selbstverständlich sollte auch das noch stimmen, was eigentlich die Hauptsache ist. Action! Und auch da stellt mich «The Marine 2» zufrieden: Nach der halbstündigen Einführung gibt es genügend Actionszenen ohne allzu lange Wartezeiten dazwischen. Schnörkellose Schiessereien mit allerlei Waffen, mehrere Faustkämpfe, einiges an Sachschaden und fertig ist der waschechte Actionfilm. Nur eben gibt es solches Fressen je länger je mehr nur noch direkt auf dem Silberling und nicht mehr im Kino.
Fazit: Dass mir «The Marine 2» entgegen meinen Erwartungen sehr gefallen hat, liegt fast ausschliesslich an der Inszenierung von Roel Reiné. Diesen Namen werde ich mir merken. Angenehmes Tempo, annehmbare Darsteller, sackstarker Soundtrack und ausreichend Action sorgen für eine positive Überraschung, die man sich als Actionfan unbedingt antun sollte.
Übrigens: Nach dem ersten Sichten habe ich obige Kritik geschrieben. Beim zweiten Mal Anschauen, fand ich den Streifen leider nicht mehr ganz so gut und machte doch ein paar Längen aus.
 | Originaltitel: The Marine 2 | |
| Regie: Roel Reiné | Februar 2011 |
Teile:
The Marine
The Marine 2