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4 / 10  

The Mechanic

Zu wenig Action, inhaltlich kalter Kaffee.

Als Auftragskiller und Einzelgänger bereitet Arthur Bishop (Jason Statham) seine Aufträge präzise vor und vollzieht sie ebenso kurz und effektiv. Obwohl er sich zunächst dagegen wehrt, muss er eines Tages seinen alten Freund Harry McKenna (Donald Sutherland) beseitigen. Daraufhin heftet sich dessen Sohn Steve (Ben Foster) an Bishops Fersen. Er will die Welt der Mechaniker kennen lernen, um den Mord an seinem Vater rächen zu können. Noch ahnt er nicht, dass er sich dafür eines Tages gegen seinen Lehrmeister wird stellen müssen.

Szenenbild aus The Mechanic

Nach dem erfolgreichen «Con Air» war von Regisseur Simon West erstaunlicherweise fast nichts mehr zu vernehmen. Schade, denn mit den Bildern und der Musik von «The Mechanic» kann ich mich auch diesmal vergnügen. Jason Statham tut das, was von ihm erwartet wird und Ben Foster schlägt sich wacker neben ihm.
Doch nützt dies herzlich wenig, wenn ich die Geschichte überhaupt nicht spannend und altbacken finde. Das etwas unkonventionelle Filmende kann man daher direkt als positive Überraschung bezeichnen. Zudem nehmen sich die Figuren viel zu ernst. Coole Sprüche fehlen.

Szenenbild aus The Mechanic

Vor allem aber wurde die Handlung falsch konzipiert. Sie konzentriert sich zu sehr auf die oberflächlichen Charaktere, anstatt auf die Aufträge des Profikillers. Denn was die meisten Kinobesucher von einem Statham-Streifen dieser Gattung erwarten, ist möglichst viel Action, wage ich zu behaupten. Jedenfalls hat mir der Trailer eine wilde Actionorgie schmackhaft gemacht, auf die ich vergeblich warte. Während der ersten Stunde zeigt «The Mechanic» mehrere Aufträge von Bishop. Weil die Auftragsmorde aber wie Unfälle aussehen sollen, bleibt lediglich Platz für kurze Nahkämpfe. In den letzten dreissig Minuten überschlagen sich dann die Ereignisse, die Abstände zwischen den Actionsequenzen werden kurz gehalten und endlich dürfen sich auch die Schusswaffen zu Wort melden. Zum Schluss noch ein paar Explosionen und Autoaction, stets die raue Gangart beibehaltend. Das mag Spass machen, aber bis dahin ist meine anfängliche Zuversicht längst der ernüchternden Erkenntnis gewichen, dass «The Mechanic» meinen Hoffnungen auf einen explosiven Kracher nur ansatzweise nachkommen kann.

Fazit: Vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet. Das Drehbuch lässt lange Zeit nur wenig Raum für Action, erst in der letzten halben Stunde geht richtig die Post ab. Den kargen Inhalt kann die gute Inszenierung verständlicherweise nicht komplett wettmachen. Rückblickend eine Enttäuschung.

 
Originaltitel: The Mechanic
Regie: Simon West März 2011